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Trading Experience

Startseite→Autor Franz - Seite 1 1 2 3 >>

Archiv des Autors: Franz

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Handelsinstrumente

Veröffentlicht am 4. Januar 2026 von Franz19. Januar 2026
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Veröffentlicht unter Training | Kommentar hinterlassen

Literaturliste

Veröffentlicht am 29. Dezember 2025 von Franz13. Januar 2026

Ein kleiner Ausschnitt der wichtigsten Titel für einen guten Start an den Börsen:

André Tietje: Elliot-Wellen Leicht verständlich, FinanzBuch Verlag, 2011
Franz Rieder:
7-bändige Philosophie des menschlichen Daseins (ca. 3.500 Seiten).
Band 1: Andenken – Ein Anfang in Erinnerung.
Band 2: An die Arbeit – Die Idee der Marktwirtschaft.
Band 3: Vom Eigentum zum Markt – Die Transformation der Marktwirtschaft.
Band 4: Zu einer neuen Politischen Ökonomie.
Band 5: Digitalisierung – Geld, Politik und KI.
Band 6: Veränderung.
Band 7: Perspektiven politischer Praxis – Was möglich ist.

De Anima – Soziopathie der Moderne, Fach: Philosophie (ca. 400 Seiten).
Alle Bücher erhältlich als PDF und als E-Book hier und im stationäre Buchhandel, bei Hugendubel und bei Thalia u.v.a.m. auch in den Printversionen.
Larry Connors hat über 34 Jahre direkte Erfahrung in der Finanzmarktindustrie und wird weithin als einer der führenden Profis auf diesem Gebiet betrachtet. Er ist der hauptgeschäftsführende Gesellschafter von Connors Global Asset Management LLC. Larry Connors ist der Autor von mehr als 20 Büchern über Marktstrategien und Volatilitäts-Trading, inklusive „How Markets Really Work“.
Victor Sperandeo: “Trader Vic: Methods of a Wall Street Master”.
Veröffentlicht unter Training

Positionstrading

Veröffentlicht am 24. Dezember 2025 von Franz9. Januar 2026

Positionstrading ist eine langfristige Handelsstrategie, bei der Positionen über Wochen, Monate oder sogar Jahre gehalten werden, um von großen Marktbewegungen (Trends) zu profitieren.

🔹 Kurzdefinition: Positionstrading bedeutet, Finanzinstrumente (z. B. Aktien, ETFs, Forex, Rohstoffe) langfristig zu kaufen oder zu verkaufen, basierend auf übergeordneten Markttrends und fundamentalen Entwicklungen.

🔹 Wie funktioniert Positionstrading? Positionstrader: analysieren langfristige Trends – treffen wenige, gut überlegte Trades – ignorieren kurzfristige Kursschwankungen – setzen meist weniger Hebel oder gar keinen.

Beispiel: Kauf einer Aktie oder eines Währungspaars
Haltedauer: mehrere Monate
Ziel: Teilnahme an einem großen Auf- oder Abwärtstrend

🔹 Welche Analyse wird genutzt?
1️⃣ Fundamentalanalyse (sehr wichtig)

Wirtschaftsdaten

Unternehmensgewinne
Zinsen & Geldpolitik
Makroökonomische Trends

2️⃣ Technische Analyse (unterstützend)

Langfristige Charts (Wochen- / Monatscharts)
Trendlinien
Gleitende Durchschnitte (z. B. 200-Tage-Linie)

🔹 Beispiel (Forex) Trader erwartet, dass der USD langfristig schwächer wird

Er kauft EUR/USD
Hält die Position mehrere Monate
Kleine Rücksetzer werden ausgehalten, solange der Trend intakt ist

🔹 Vorteile des Positionstradings

✅ Weniger Stress
✅ Weniger Trades → geringere Kosten
✅ Gut mit Beruf/Alltag kombinierbar
✅ Profitiert von großen Marktbewegungen

🔹 Nachteile

❌ Geduld nötig
❌ Größere zwischenzeitliche Schwankungen (Drawdowns)
❌ Kapital ist länger gebunden

🔹 Abgrenzung zu anderen Trading-Stilen

Stil Haltedauer
Daytrading Minuten bis Stunden
Swingtrading Tage bis Wochen
Positionstrading Wochen bis Jahre
Investieren Jahre bis Jahrzehnte

🔹 Für wen ist Positionstrading geeignet?
Anleger mit Geduld
Menschen mit wenig Zeit
Trader, die ruhig und systematisch handeln möchten
Anleger, die Trends nutzen wollen statt kurzfristiger Schwankungen

  • Trader

    Trader und Investoren unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Herangehensweise, ihrem Zeithorizont und ihren Zielen im Zusammenhang mit der Börse. Hier sind die wichtigsten Unterschiede:

    1. Zeithorizont

    Trader: Trader agieren kurzfristig. Sie kaufen und verkaufen Wertpapiere innerhalb von Minuten, Stunden, Tagen oder Wochen. Ihr Ziel ist es, von kurzfristigen Marktschwankungen zu profitieren.
    Investoren: Investoren haben einen langfristigen Zeithorizont. Sie halten Wertpapiere oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte, um von langfristigen Wachstumschancen zu profitieren.

    2. Strategie

    Trader: Trader nutzen oft technische Analysen, Chartmuster und Markttrends, um Entscheidungen zu treffen. Sie setzen auf kurzfristige Preisbewegungen und nutzen häufig Hebel oder Derivate.
    Investoren: Investoren konzentrieren sich auf fundamentale Analysen, wie Unternehmensdaten, Branchentrends und wirtschaftliche Faktoren. Sie suchen nach Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten und langfristigem Potenzial.

    3. Risikoprofil

    Trader: Trader nehmen oft höhere Risiken in Kauf, da sie auf kurzfristige Marktbewegungen setzen. Sie sind stärker von Marktvolatilität betroffen.
    Investoren: Investoren haben in der Regel ein geringeres Risikoprofil, da sie langfristig denken und kurzfristige Schwankungen besser aussitzen können.

    4. Zeitaufwand

    Trader: Trading erfordert oft viel Zeit und Aufmerksamkeit, da Märkte ständig beobachtet und Entscheidungen schnell getroffen werden müssen.
    Investoren: Investoren müssen nicht ständig den Markt beobachten. Sie können ihre Anlagen langfristig halten und sich auf die Entwicklung der Unternehmen konzentrieren.

    5. Ziel

    Trader: Das Hauptziel von Tradern ist es, kurzfristige Gewinne zu erzielen, oft durch häufige Käufe und Verkäufe.
    Investoren: Investoren streben langfristige Wertsteigerungen an, oft durch Dividenden und Kursgewinne über einen längeren Zeitraum.

    Zusammengefasst: Trader sind aktive Marktteilnehmer, die kurzfristige Chancen nutzen, während Investoren langfristig denken und auf nachhaltiges Wachstum setzen. Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile und hängen von den individuellen Zielen und der Risikobereitschaft ab.

     

     

    Daytrader:
    Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstags kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:

    1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
    Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
    Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.

    2. Nutzung von Technischer Analyse
    Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
    Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

    3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
    Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
    Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.

    4. Nutzung von Hebel und Margin
    Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
    Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.

    5. Risikomanagement
    Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
    Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.

    6. Zeitintensiv und diszipliniert
    Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
    Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.

    7. Beispiele für Daytrading-Strategien
    Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
    Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
    Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).

    8. Risiken des Daytradings
    Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
    Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
    Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.

    Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.
    • Daytrader


      Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstags kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:

      1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
      Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
      Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.

      2. Nutzung von Technischer Analyse
      Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
      Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

      3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
      Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
      Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.

      4. Nutzung von Hebel und Margin
      Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
      Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.

      5. Risikomanagement
      Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
      Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.

      6. Zeitintensiv und diszipliniert
      Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
      Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.

      7. Beispiele für Daytrading-Strategien
      Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
      Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
      Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).

      8. Risiken des Daytradings
      Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
      Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
      Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.

      Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.

    • Positionstrading

      Positionstrading ist eine langfristige Handelsstrategie, bei der Positionen über Wochen, Monate oder sogar Jahre gehalten werden, um von großen Marktbewegungen (Trends) zu profitieren.

      🔹 Kurzdefinition: Positionstrading bedeutet, Finanzinstrumente (z. B. Aktien, ETFs, Forex, Rohstoffe) langfristig zu kaufen oder zu verkaufen, basierend auf übergeordneten Markttrends und fundamentalen Entwicklungen.

      🔹 Wie funktioniert Positionstrading? Positionstrader: analysieren langfristige Trends – treffen wenige, gut überlegte Trades – ignorieren kurzfristige Kursschwankungen – setzen meist weniger Hebel oder gar keinen.

      Beispiel: Kauf einer Aktie oder eines Währungspaars
      Haltedauer: mehrere Monate
      Ziel: Teilnahme an einem großen Auf- oder Abwärtstrend

      🔹 Welche Analyse wird genutzt?
      1️⃣ Fundamentalanalyse (sehr wichtig)

      Wirtschaftsdaten

      Unternehmensgewinne
      Zinsen & Geldpolitik
      Makroökonomische Trends

      2️⃣ Technische Analyse (unterstützend)

      Langfristige Charts (Wochen- / Monatscharts)
      Trendlinien
      Gleitende Durchschnitte (z. B. 200-Tage-Linie)

      🔹 Beispiel (Forex) Trader erwartet, dass der USD langfristig schwächer wird

      Er kauft EUR/USD
      Hält die Position mehrere Monate
      Kleine Rücksetzer werden ausgehalten, solange der Trend intakt ist

      🔹 Vorteile des Positionstradings

      ✅ Weniger Stress
      ✅ Weniger Trades → geringere Kosten
      ✅ Gut mit Beruf/Alltag kombinierbar
      ✅ Profitiert von großen Marktbewegungen

      🔹 Nachteile

      ❌ Geduld nötig
      ❌ Größere zwischenzeitliche Schwankungen (Drawdowns)
      ❌ Kapital ist länger gebunden

      🔹 Abgrenzung zu anderen Trading-Stilen
      Stil Haltedauer
      Daytrading Minuten bis Stunden
      Swingtrading Tage bis Wochen
      Positionstrading Wochen bis Jahre
      Investieren Jahre bis Jahrzehnte
      🔹 Für wen ist Positionstrading geeignet?
      Anleger mit Geduld
      Menschen mit wenig Zeit
      Trader, die ruhig und systematisch handeln möchten
      Anleger, die Trends nutzen wollen statt kurzfristiger Schwankungen

    • Newstrader

Veröffentlicht unter Trader

Newstrader

Veröffentlicht am 24. Dezember 2025 von Franz9. Januar 2026

Ein Newstrader ist ein spezieller Typ von Trader, der sich auf Nachrichtenereignisse und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte konzentriert. Newstrader nutzen aktuelle Informationen, um kurzfristige Handelsentscheidungen zu treffen und von Marktreaktionen zu profitieren. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Newstrader macht:1. Verfolgung von Nachrichten und Ereignissen

1. Ein Newstrader analysiert kontinuierlich wirtschaftliche Nachrichten, Unternehmensmeldungen, politische Entwicklungen und andere relevante Ereignisse.
Beispiele: Zinsentscheidungen, Arbeitsmarktdaten, Unternehmensgewinne, politische Krisen oder Naturkatastrophen.

2. Schnelle Reaktion auf Marktbewegungen

Newstrader reagieren schnell auf Nachrichten, die kurzfristige Preisbewegungen auslösen können.
Sie nutzen oft Echtzeit-Nachrichtenquellen und Algorithmen, um Informationen schneller als der Markt zu verarbeiten.

3. Nutzung von Fundamentaldaten

Im Gegensatz zu technischen Tradern, die sich auf Charts und Indikatoren verlassen, konzentrieren sich Newstrader auf Fundamentaldaten.
Sie bewerten, wie Nachrichten die Bewertung von Unternehmen, Branchen oder ganzen Märkten beeinflussen.

 

Was halten wir vom Newstrading?

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel: Was sagt das Genie und was die Experten?

Das Genie:

Die Wirtschaft befindet sich in einem goldenen Zeitalter; dank Trump.
Das stärkste Quartalswachstum ist die Folge seiner Regierungs- und Zollpolitik.
Zwischen Juli und September betrug das BIP-Wachstum 4,3%.
Die Investitionen haben Höchstwerte erreicht.
Eine Inflation gibt es in den USA nicht.
Trump schrieb, die Experten hätten wieder einmal falsch gelegen, während „Trump und andere Genies Recht hatten“.

Die Experten:

Amt für Wirtschaftsanalysen (BEA) im Handelsministerium sagt:
Grund für das hohe Wachstum seien „Zuwächse bei den Konsumausgaben, der Differenz zwischen Im- und Exporten und den Staatsausgaben.
Investitionen sind rückläufig.
Die Milliardeninvestitionen der großen Tech-Konzerne haben für eine Börsenralley gesorgt. Aber Börsenwerte sind nicht Investitionssummen, sondern Spekulationswerte. Und außerdem droht eine KI-Blase mit möglichen, starken Rückgängen der Börsenwerte.
Die US-Behörden sprechen über eine steigende Inflation. So stieg der Preisindex für Käufe im Inland im dritten Quartal um 3,4 Prozent, nach nur 2,0 Prozent im zweiten Quartal.

Meine-börse sagt:

Trump News sind Fake News. Trader sollten Nachrichten aus den USA nur mäßiges Vertrauen schenken. In diesem speziellen Fall gab es überhaupt keine verlässlichen Wirtschaftsdaten aufgrund der historisch lange Haushaltssperre im Oktober und November, dem sogenannten Shutdown.
Generell aber gilt: Solange Trum Präsident der USA ist, solange bleibt Newstrading für die US- Wirtschaft und Börsen ein Spiel mit Worten ud Lügen.

  • Trader

    Trader und Investoren unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Herangehensweise, ihrem Zeithorizont und ihren Zielen im Zusammenhang mit der Börse. Hier sind die wichtigsten Unterschiede:

    1. Zeithorizont

    Trader: Trader agieren kurzfristig. Sie kaufen und verkaufen Wertpapiere innerhalb von Minuten, Stunden, Tagen oder Wochen. Ihr Ziel ist es, von kurzfristigen Marktschwankungen zu profitieren.
    Investoren: Investoren haben einen langfristigen Zeithorizont. Sie halten Wertpapiere oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte, um von langfristigen Wachstumschancen zu profitieren.

    2. Strategie

    Trader: Trader nutzen oft technische Analysen, Chartmuster und Markttrends, um Entscheidungen zu treffen. Sie setzen auf kurzfristige Preisbewegungen und nutzen häufig Hebel oder Derivate.
    Investoren: Investoren konzentrieren sich auf fundamentale Analysen, wie Unternehmensdaten, Branchentrends und wirtschaftliche Faktoren. Sie suchen nach Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten und langfristigem Potenzial.

    3. Risikoprofil

    Trader: Trader nehmen oft höhere Risiken in Kauf, da sie auf kurzfristige Marktbewegungen setzen. Sie sind stärker von Marktvolatilität betroffen.
    Investoren: Investoren haben in der Regel ein geringeres Risikoprofil, da sie langfristig denken und kurzfristige Schwankungen besser aussitzen können.

    4. Zeitaufwand

    Trader: Trading erfordert oft viel Zeit und Aufmerksamkeit, da Märkte ständig beobachtet und Entscheidungen schnell getroffen werden müssen.
    Investoren: Investoren müssen nicht ständig den Markt beobachten. Sie können ihre Anlagen langfristig halten und sich auf die Entwicklung der Unternehmen konzentrieren.

    5. Ziel

    Trader: Das Hauptziel von Tradern ist es, kurzfristige Gewinne zu erzielen, oft durch häufige Käufe und Verkäufe.
    Investoren: Investoren streben langfristige Wertsteigerungen an, oft durch Dividenden und Kursgewinne über einen längeren Zeitraum.

    Zusammengefasst: Trader sind aktive Marktteilnehmer, die kurzfristige Chancen nutzen, während Investoren langfristig denken und auf nachhaltiges Wachstum setzen. Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile und hängen von den individuellen Zielen und der Risikobereitschaft ab.

     

     

    Daytrader:
    Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstags kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:

    1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
    Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
    Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.

    2. Nutzung von Technischer Analyse
    Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
    Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

    3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
    Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
    Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.

    4. Nutzung von Hebel und Margin
    Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
    Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.

    5. Risikomanagement
    Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
    Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.

    6. Zeitintensiv und diszipliniert
    Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
    Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.

    7. Beispiele für Daytrading-Strategien
    Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
    Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
    Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).

    8. Risiken des Daytradings
    Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
    Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
    Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.

    Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.
    • Daytrader


      Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstags kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:

      1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
      Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
      Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.

      2. Nutzung von Technischer Analyse
      Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
      Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

      3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
      Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
      Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.

      4. Nutzung von Hebel und Margin
      Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
      Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.

      5. Risikomanagement
      Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
      Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.

      6. Zeitintensiv und diszipliniert
      Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
      Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.

      7. Beispiele für Daytrading-Strategien
      Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
      Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
      Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).

      8. Risiken des Daytradings
      Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
      Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
      Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.

      Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.

    • Positionstrading

      Positionstrading ist eine langfristige Handelsstrategie, bei der Positionen über Wochen, Monate oder sogar Jahre gehalten werden, um von großen Marktbewegungen (Trends) zu profitieren.

      🔹 Kurzdefinition: Positionstrading bedeutet, Finanzinstrumente (z. B. Aktien, ETFs, Forex, Rohstoffe) langfristig zu kaufen oder zu verkaufen, basierend auf übergeordneten Markttrends und fundamentalen Entwicklungen.

      🔹 Wie funktioniert Positionstrading? Positionstrader: analysieren langfristige Trends – treffen wenige, gut überlegte Trades – ignorieren kurzfristige Kursschwankungen – setzen meist weniger Hebel oder gar keinen.

      Beispiel: Kauf einer Aktie oder eines Währungspaars
      Haltedauer: mehrere Monate
      Ziel: Teilnahme an einem großen Auf- oder Abwärtstrend

      🔹 Welche Analyse wird genutzt?
      1️⃣ Fundamentalanalyse (sehr wichtig)

      Wirtschaftsdaten

      Unternehmensgewinne
      Zinsen & Geldpolitik
      Makroökonomische Trends

      2️⃣ Technische Analyse (unterstützend)

      Langfristige Charts (Wochen- / Monatscharts)
      Trendlinien
      Gleitende Durchschnitte (z. B. 200-Tage-Linie)

      🔹 Beispiel (Forex) Trader erwartet, dass der USD langfristig schwächer wird

      Er kauft EUR/USD
      Hält die Position mehrere Monate
      Kleine Rücksetzer werden ausgehalten, solange der Trend intakt ist

      🔹 Vorteile des Positionstradings

      ✅ Weniger Stress
      ✅ Weniger Trades → geringere Kosten
      ✅ Gut mit Beruf/Alltag kombinierbar
      ✅ Profitiert von großen Marktbewegungen

      🔹 Nachteile

      ❌ Geduld nötig
      ❌ Größere zwischenzeitliche Schwankungen (Drawdowns)
      ❌ Kapital ist länger gebunden

      🔹 Abgrenzung zu anderen Trading-Stilen
      Stil Haltedauer
      Daytrading Minuten bis Stunden
      Swingtrading Tage bis Wochen
      Positionstrading Wochen bis Jahre
      Investieren Jahre bis Jahrzehnte
      🔹 Für wen ist Positionstrading geeignet?
      Anleger mit Geduld
      Menschen mit wenig Zeit
      Trader, die ruhig und systematisch handeln möchten
      Anleger, die Trends nutzen wollen statt kurzfristiger Schwankungen

    • Newstrader

Veröffentlicht unter Trader

Daytrader

Veröffentlicht am 24. Dezember 2025 von Franz9. Januar 2026


Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstags kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:

1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.

2. Nutzung von Technischer Analyse
Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.

4. Nutzung von Hebel und Margin
Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.

5. Risikomanagement
Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.

6. Zeitintensiv und diszipliniert
Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.

7. Beispiele für Daytrading-Strategien
Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).

8. Risiken des Daytradings
Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.

Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.

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Finanz-Coaching

Veröffentlicht am 22. Dezember 2025 von Franz3. Januar 2026

Ein neuer Begriff zieht seine Runden durch die Medien und in seiner Spur erleben wir heute eine expansive Trendfolge neuer Finanzcoaching Ansätze: die Geld-Dysmorhie.
Was ist Geld-Dysmorphie? Geld-Dysmorphie bezeichnet eine Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen und der tatsächlichen finanziellen Situation einer Person – das heißt, dass man seine Finanzen zum Beispiel sehr viel schlechter einschätzt, als es eigentlich der Fall ist; das klingt banal, ist es auch. Mit Geld-Dysmorhie gemeint ist eine verzerrte Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation. Die eigene Wahrnehmung geht einher mit einer Einschätzung, mit einer Bewertung. Betroffene von Geld-Dysmorphie fühlen sich etwa ärmer oder auch reicher, als sie tatsächlich sind. Manche Menschen haben immer Geldsorgen, selbst solche Menschen, die über genügend Geld zu verfügen scheinen. Diese Sorgen beeinflussen nicht nur ihre finanzielle, sondern vor allem auch ihre emotionale und physische Gesundheit, indem sie Stress, Angst und sogar Depressionen verursachen können.
Im umgekehrten Fall zeigen Menschen, die sich einbilden, reich zu sein, gleichsam manische Züge, neigen zu einer Spieler- bzw. Zocker-Persönlichkeit, zur Verschwendungssucht und unkontrollierbarer Risikoneigung.

Wir sehen, solche Phänomene wie Angst und Sucht kann man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zwar ist die Geld-Dysmorhie kein wissenschaftlich offiziell anerkanntes Krankheitsbild und wurde bislang nur wenig erforscht, aber mit den Folgen einer verzerrten Wahrnehmung und eines damit rational nicht kalkulierbaren Umgang mit Geld bekommen wir es immer öfter zu tun; also, tragen wir etwas zum Verständnis und zur „Heilung“ hier bei.

Zuallererst wechseln wir die Perspektive. Alle Ansätze des aufkommenden Finanz-Coachings gehen vom Individuum aus, vom Verhalten des Einzelnen in Bezug auf Geld und von der Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation. Die Perspektive ist somit eine individuelle wie das Verhalten eine gestörte Selbstwahrnehmung austrägt.
Aber alles, was mit Geld zusammenhängt ist im Grunde objektiv. Geld ist gewissermaßen das Obejktivste, was es überhaupt gibt. Das hat bereits Karl Marx erkannt und das Geld als universelles Äquivalent, als Maßstab für alles bestimmt.
Der Satz „Zum Golde drängt doch alles“ ist eine Abwandlung des berühmten Zitats von Johann Wolfgang von Goethe aus seinem Werk Faust I: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles“, das von der Figur Gretchen gesprochen wird, wenn sie den Schmuck betrachtet, den sie sich wünscht und der ihr von Faust geschenkt wird. Es drückt die universelle Anziehungskraft und Bedeutung von Reichtum und materiellem Besitz aus und zeigt, wie menschliche Sehnsüchte, Wünsche und sogar Moral an Geld gebunden sind.

Heute ist unser gesamtes Leben durchkommerzialisiert. Alles hat seinen Preis. Für 1 Mio. USD erhält man das Bleiberecht für die USA, für etwas weniger die Liebe vieler Frauen (und Männer), wird man als Privatpatient oder als Hotelgast bevorzugt behandelt. Mit Geld zeigt man seine Bedeutung und seinen gesellschaftlichen Status, der auf feinen Skalen überall bewertet und verstanden wird. Eine teure Villa, ein teures Auto, ein Pferd und eine schöne Frau nebst hübschen, artigen Kindern, das macht was her. Alte Kleider, die Mode von gestern, ein rostiger Kleinwagen, kein Smartphone, schmutzige Kinderhände und eine kleine Wohnung in einem Viertel, wo meist Arme wohnen, sind heute noch Kriterien in den Datenbanken von Unternehmen, die die Kreditwürdigkeit u.v.a.m. gen Null herabsetzen.

Alle versammeln sich nun zum Kapf gegen die Geld-Dysmorphie. Urplötzlich sind sie da, sogar eine feministische Denklinie, hier zu finden. Natürlich auch eine akademische Linie, zahlreiche Banken und andere Geldinstitute bis hin zur Apotheken Umschau, alle habe etwas dazu zu sagen, was aber bei kurzer Lektüre schon auffällt ist, sie alle reden dasselbe bis in die Wortwahl und den Satzbau hinein.

Nun ja, zum Gelde streben halt alle hin, besonders jene, die mit diesem Streben wiederum ihr Geld verdienen möchten. Die Klientel wächst. Immer mehr, vor allem junge Menschen plagt das Gefühl, finanziell nicht genug zu haben – ca. 26 % der unter 25-Jährigen gelten als armutsgefährdet.
43 % der sog. Gen Z (also Menschen zwischen ungefähr 15 und 30 Jahren) und 41 % der Millennials (ca. 30 – 45 Jahre) leiden unter jenem Sorgen-bereitenden Phänomen der klingenden Münze, deren Lied so verführerisch klingt wie der Gesang der Siren.

Was heute zum Gesang der Siren hinzukommt ist der Chor der sozialen Medien. Das hohe Lied, welches dort gesungen wird, ist das Lied des Konsums und des Besitzes, von Reichtum, Luxus, Wohlstand, und wie man so einfach wie möglich, jedenfalls mit geringster Arbeit und Einfallsreichtung nebst Engagement zu den Wohltaten unserer sozialen Ideale kommt: Anerkennung, Respekt, Bewunderung, Neid usw. Laut Finanzinstitut Intuit Credit Karma sind ca. 45 % der Gen Z und der Millennials fokussiert darauf, reich zu werden, befinden sich selbst bereits im materiellen wie zeitlichen Verzug gegenüber anderen, die bereits mehr als sie selbst haben.
Das macht Druck und verkürzt die Zukunft, denn gleichziehen mit den anderen will nicht warten und hier liegt das Einfallstor für die zahllosen Takt- und Kommandogeber an den Finanzmärkten. Und wer es nicht schnell schafft mit dem finanziellen Erfolg, ist eben dumm oder ein Versager.

Jenen, die es geschafft haben oder bald schaffen werden, winken in unserer durchkommerzialisierten Welt zwei Wege zum Glück: Konsum und Besitz. Schon ein wenig mehr davon lässt einen in die Mittelschicht aufsteigen, wo man sich nicht mehr in der Kneipe trifft, sondern in fancy Restaurants, wo man etwas teurere Wein trinkt und kein Bier oder billigen Fusel. Wo man nicht mehr Urlaub macht, sondern auf Reisen geht, Individualreisen in fernere Länder oder an Bord eines Luxusschiffs mit all-inklusive Versorgung 24h.

Was gibt es noch außer Konsum und Besitz?

Immerhin notiert die Studie, dass mehr als die Hälfte der Gen Z und der Millennials anscheinend den alten Idealen nicht natlos auf den Schritt folgen. Befragte man die Gen Wirtschaftswunder, säher hier das Ergebnis deutlich schlechter aus zwischen Eltern und Kindern. Wo sind die Ideale außerhalb von Konsum und Besitz? Ist es die wahre Liebe, die nichts kostet, die Hilfsbereitschaft, Nachbarschaftshilfe, das Ehrenamt, ein Gespräch, ein Buch (das kostet fast nichts heute), der Gemeinnutzen, die Non-Profit-Organisation..? Einst gab es einen Begriff in der Ökonomik für einen öffentlichen Nutzen, also einen Nutzen, der innerhalb einer Gemeinschaft jedem zugänglich und kostenlos ist: die Allmende.
Heute gibt es sie kaum noch; leider, gleichwohl die sog. Küchen und die Kleiderkammern, die verschiedenen Orte, soziale Treffpunkte usw. hier nicht unerwähnt bleiben sollen.

Erste Hilfe bei pathogener Geldsucht.

Geld kann diesen Suchtcharakter haben, man hat zuviel oder zuwenig in seiner verzerrten Wahrnehmung. Hier hilft nicht, wie sonst so oft, ein finanzieller Realismus. Kein Tagebuch mit Ein- und Ausgaben, kein Umsatzjournal oder Haushaltsbuch. Denn mit all dem hat die pathogene Sucht nichts zu tun. Sie liegt im Ideal, in der Vorstellung, das materielle Werte die Skala der sozialen Anerkennung bestimmen, dass, wenn ich mir mehr und Besseres im Konsum und privaten Besitz leisten kann, auch die soziale Anerkennung (oder der Neid als die extreme Form der umgekehrt reziproken Anerkennung) dieser Skala folgt.
Wir kennen Menschen aus den Medien, die sogar glauben, dass sie so weit ober auf der finanziellen und sozialen Wertskala stehen, dass für sie selbst Gesetze und politische Macht keine Geltung mehr haben; nicht ganz zu Unrecht sprechen wir in diesem Zusammenhang auch von eine hoch-pathologischen narzistischen Störung und das Symbol der Kettensäge, mit der alle Verbindungen zur Gesellschaft, ihren Institutiuonen und Repräsentanten zersägt werden, passt augenfällig hier in Perfektion.



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Aktuelle Infos zu KI/AI

Veröffentlicht am 16. Dezember 2025 von Franz21. Januar 2026

Januar 2026.

Drei wichtige Nachrichten:

1. Der Coinbase-CEO kritisiert das Teilreserve-System der Banken, bei dem Kundengelder ohne deren Erlaubnis verliehen werden, um Zinsspannen zu verdienen. Dies sei Grund für die umfangreiche Bankenaufsicht.

2. BlackRock-CEO bezeichnet KI und Tokenisierung als die beiden Megatrends der Zukunft. Er warnt, dass Banken aufgrund digitaler Assets ins Hintertreffen geraten werden.
Der CEO von Anthropic erklärt, dass KI-Modelle in 6 bis 12 Monaten in der Lage sein könnten, die Arbeit von Software-Ingenieuren vollständig zu übernehmen.

Zu 1 und 2: Beachtet die Entwicklungen auf dem Technologiesektor und vor allem bei KI aufmerksam. Meine-börse informiert darüber kontinuierlich.

BlackRock (Chart). Anthropic heute: 224,810 +48,650 +27,62%

Der Coinbase-CEO kritisiert das Teilreserve-System der Banken, bei dem Kundengelder ohne deren Erlaubnis verliehen werden, um Zinsspannen zu verdienen. Dies sei Grund für die umfangreiche Bankenaufsicht.

Schaut euch mal über 14 Tage die Kursverläufe von Bitcoin, Ethereum, Solana, ERP, Binance an. Achtet auf den Rhythmus der steigenden und fallenden Kurse. Wenn euch dabei etwas aufgefallen ist, rein damit ins Forum.

Wolfe Research hält Monolithic Power Systems für ein Top-Pick im Analog-Halbleiter-Sektor für 2026. Sie verweisen auf die starke Positionierung des Unternehmens im beschleunigenden KI-Hardware-Markt. Die Analysten erwarten steigende Umsatzschätzungen im Jahresverlauf, getrieben durch höheren Leistungsbedarf bei Nvidias Rubin-Plattform, Googles TPU-Verdopplung und AMDs MI-450-Chip.
Meine-börse empfiehlt: beobachten (Chart). Lies Keltner Channels.

Tim Scott (derz. Vorsitzende des US-Bankenausschusses) veröffentlicht den Text eines parteiübergreifenden Änderungsantrags zu seinem Gesetzentwurf für die Marktstruktur digitaler Assets. Der Entwurf umfasst Schutzbestimmungen für die Selbstverwahrung von Kryptowährungen, regulatorische Klarheit für Blockchain-Entwickler und Kundenschutz bei Insolvenzen.

Mizuho (Bank) glaubt an ASMLund sieht die Aktie als eine bevorzugte Long-Position im Halbleiterausrüstungssektor. Eine möglichen Durchbruch wird erwartet, weil die Branchenbedingungen zunehmend unterstützend wirken. Die Analysten rechnen mit einer starken Umsatzbeschleunigung im Kalenderjahr 2027, wenn sich die Kapazitäten für fortschrittliche Chips zur Deckung der KI-getriebenen Nachfrage ausweiten.
Vorsicht: sollte der KI-Bereich einen Dämpfer erleben, weil er in 2025 schon fast perfekt gelaufen ist, wird sich das auf ASML auch auswirken.
Meine-börse sieht aber eher Rücksetzer im Aktienkurs als Abstürze.

Hyperscaler sind die zukünftigen, digitalen Fabriken der Weltwirtschaft. In ihnen stehen im Zentrum riesige Rechenzentren voller Server und GPUs. Ihr Geld werden sie machen mit der Vermietung von Rechenleistung an Unternehmen, Regierungen und Verbraucher und, als eine erweiterte Zukunftsidee leicht vorstellbar, an andere Hyperscaler.

Wir fokussieren auf die ganz Großen dieser Branche bzw. Technologie und da steht ganz ober – ein wenig überraschend – Microsoft. MS gehört zu den zentralen Akteuren in diesem neuen AI-Ökosystem. Zu diesem Ökosystem gehören neben den Hyperscalern noch die Chip-Designer und die AI-Labs. Microsoft fällt in die erste Kategorie und investiert zweistellige Milliardenbeträge in Infrastruktur für eine zukünftige digitale Dominanz.
Wir hören oft von einer drohenden Blase in diesem Bereich – Aber trotz gigantischer Investitionen bleibt MS Free Cashflow bislang stabil und wahrscheinlich auch in 2026 und dem Jahr danach – das ist anders als bei einigen Wettbewerbern.

Die Bilanz von MS ist robust genug, um AI‑Investitionen ohne finanzielle Belastung zu tragen.
So kann MS in diesem AI‑Infrastruktur‑Segment auch weiterhin aus einer Position der Stärke agieren, gleichwohl es insgesamt deutlichere Anzeichen einer reifen, möglicherweise überhitzten Stimmung gibt.
Ein Blick auf das Chart kann sich sehr lohnen. Dort sehen wir eine Welle 3, ihren Korrekturabschnitt Welle 4 in Form einer A – B- C- Formation, die möglicherweise vor einem Ausbruch in eine Welle 5 steht mit einem Kursziel von 600 USD, was einer Kurssteigerung von über 23% entspäche (bitte unsere Risikohinweise beachten!).

Fazit: Die weitere Entwicklung im AI‑Infrastruktur‑Segment hängt ganz wesentlich davon ab,
* dass die Kapitalzuflüsse nicht abreißen,
* die Stimmung an den Börsen nicht einbricht und
* die Kunden das Vertrauen in die Technologie nicht verlieren.

Oracle (Chart) wurde über Monate in einem Atemzug mit den anderen Big Playern genannt, gerät aber zunehmend in das Zentrum eines überhitzten AI-Narrativs. Woran liegt das?
* Und wieder einmal sind es Gerüchte, Spekulationen, die an der Börse schnell verfangen. So soll das US-Geschäft der chinesischen Videoplattform TikToc bald in eine neue US-Company eingehen, die von finanziell sehr starken Investoren geführt werden soll. Und zu diesen soll eben auch Oracle gehören.
* Kein Gerücht ist, dass im Bundesstaat Michigan der Bau eines riesigen Rechenzentrums weitergeht und die Behörden einem Antrag des Energieversorgers DTE Energy zur Stromversorgung der von Oracle und OpenAI geplanten Anlage zugestimmt haben.

Volksgarten-Fest

Alphabeth ist einer der großen Profiteure des Capex-Booms. Das Chart von Alphabeth (von März 2025 bis heute) zeigt diesen Boom sinnfällig.Das Unternehmen wies nicht nur solide Fundamentaldaten aus, sondern profitierte auch von einer überschwänglichen Börsenbewertung. Trader konnten sich über satte Börsengewinne freuen, vor allem, wenn sie das Chart nach den hier schon erwähnten Analasen zu lesen gelernt hatten.

Auch für die Zukunft sieht es nicht schlecht aus. Kernbereiche wie die sogenannte Google Suche, YouTube und Gemini laufen weiterhin stabil. Keine operativen Probleme sind zur Zeit bekannt. Aber: Hohe AI‑Investitionen drücken den freien Cashflow, während die Bewertung schon so stark gestiegen ist, dass die Phase der Kursgewinne durch Bewertungsanstieg vorbei zu sein scheint.

Es gilt: in solchen Situationen müssen die Fundamentaldaten und die Bewertungsanstiege an den Börsen erweitert werden. Hinzu kommen müssen die Marktpsychologie und das Markt-Sentiment. Bei hohen Kursen einzusteigen und auf steigende Kurse dabei zu setzen (Long Positionen), braucht sehr viel Mut und Überzeugung.
Das Chart zeigt, dass ein Trendwechsel, mindestens eine deutliche Kurskorrektur möglich ist, auch wenn die Fundamentaldaten nicht dafür sprechen und auch das Marktsentiment nicht auf Alarm geschaltet hat.
Es ist die Zeit der kurzfristigen Charts. Die werden zeigen, wie sich der Markt in den kommenden Tagen und Wochen positioniert.

Skyline Schwanenspiegel
Kö-Graben Weihnachten

Dezember 2025.

Merkt euch den Namen: Erebor Bank. Die wird von Peter Thiel unterstützt, ist mitgegründet von Anduril-CEO Palmer Luckey, und sammelte jüngst 350 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 4,35 Milliarden Dollar ein. Die Bank fokussiert sich auf Krypto-, Tech- und Verteidigungs-/Luft- und Raumfahrtkunden und erhält FDIC-Einlagensicherung sowie eine bedingte OCC-Genehmigung für eine neue nationale Banklizenz. Da kommt mal wieder etwas aus höchst zweifelhaftem Engagement, zumindest was die politischen Phantasien eines Peter Thiel angeht.

Peter Thiels Philosophie ist eine Mischung aus Libertarismus, radikalem Anti-Staat-Denken und einer Art apokalyptischem Christentum, die Freiheit, Individualismus und den Kampf gegen staatliche Kontrolle betont, oft durch die Förderung von Innovation (wie durch „definite optimists“) und das Suchen nach „nullen“ (echte Monopole) anstelle von Konkurrenz, mit starken Einflüssen von Denkern wie Ayn Rand und Carl Schmitt, wobei er staatliche Macht ablehnt, aber gleichzeitig militärische Aufträge annimmt. 
Kernaspekte seiner Philosophie:
Libertarismus & Anti-Staat:
Er strebt nach maximaler individueller Freiheit und minimiertem staatlichen Einfluss, lehnt Regulierung ab und glaubt, dass der Staat Fortschritt behindert. 

„Zero to One“-Denken (Null-zu-Eins):
Statt Konkurrenz zu fördern („Eins zu N“), soll man Neues schaffen („Null zu Eins“), was zu Monopolen führt, die Innovation vorantreiben. 

„Definite Optimism“ (Definitiver Optimismus):
Er glaubt an visionäre, „definitiv optimistische“ Einzelpersonen, die mit starker Überzeugung und Risikobereitschaft große Durchbrüche erzielen. 

Christliche Transzendenz & Apokalypse:
Er verbindet libertäre Ideen mit einer tiefen christlichen Perspektive, sieht sich im Kampf gegen den „Antichristen“ (oft als ultimative staatliche Macht interpretiert) und strebt sogar nach Unsterblichkeit. 

Einflüsse & Kontroversen:
Denker wie Carl Schmitt (umstrittener Jurist) und René Girard sowie Ayn Rand (Turbo-Kapitalismus) prägten sein Denken, was seine radikale Natur unterstreicht. 

Demokratie-Skepsis:
Seine Ansichten führen zu einer demokratie-skeptischen oder postdemokratischen Haltung, die sich in Projekten wie dem „Seasteading“ (schwimmende Staaten) zeigt. 

Zusammengefasst ist Thiels Philosophie ein komplexes System, das libertäre Ideale mit apokalyptischen Visionen und einer starken Betonung individueller Macht und Technologie verbindet, um eine radikal neue Weltordnung zu gestalten. 

Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Akademikern im Bereich KI.

16.12.2025
Das IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforsachung hat die neues Daten vorgelegt. Demnach hat sich seit 2022 die Arbeitslosenquote unter jungen Akademikern verdoppelt.
Die Quote stieg von 1,9% auf 4,12 % unter den Hochschulabsolventen unter 30 Jahren.
Besonders stark betroffen ist die IT-Branche.
In der Softwareentwicklung hat sich die Zahl der Arbeitslosen seit 2019 mehr als verdreifacht. In der Informatik gibt es 10.000 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr (2024).
Gründe:
Das IAB spricht vom sog. „Schweinezyklus“, weilder Bereich in den letzten Jahren als besonders aussichtsreich galt, haben sich viele jungen Menschen in ein Informatik-Studium eingeschrieben, zuviele als der Markt zur Zeit nachfragt. Aber das aktuelle Überangebot ist mit Schweinezyklen nicht, sogar irreführend beschrieben. Politik und willfährige unkritische Medien haben die Botschaft über alle Kanäle in die Gesellschaft posaunt: Legt Schwerpunkt auf die MINT Fächer, studiert Informatik, dann habt ihr einen sicheren und hoch dotierten Job; und wer bestraft nun die Verbreiter falscher Nachrichten?
Die Regierung hat es posaunt, dabei aber vergessen, für Jobs zu sorgen, indem sie die Ansiedlung bestehender, ausländischer und die Gründung neuer Unternehmen gefördert hat. Der Aufschwung war llediglich eine Sache der Lippenbewegungen aber keine nachhaltige Investitionspolitik.
Dem Überangebot an Arbeit steht nun ein Defizit an Nachfrage gegenüber; mit schlimmen Folgen. Man hätte sich diesbezüglich in der VRC umsehen und informieren können, wie man es nicht machen sollte.

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Risikohinweise

Veröffentlicht am 8. Dezember 2025 von Franz17. Dezember 2025


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Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.

Meine-Börse gibt die Empfehlung mit Nachdruck, sich vor jeder Investition an den Börsen ausreichend zu informieren, nicht nur über die Chancen, sondern auch über die Risiken, die mit dem Investment verbunden sind. Unsere Hilfestellungen erheben keinen Ansruch darauf, alle Risiken abzufedern, sind aber als wichtige Instrumente und Informationen zu betrachten. Ganz besonders unsere Trainings-Hilfen.

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Meine-Börse Wiki

Veröffentlicht am 2. Dezember 2025 von Franz14. Januar 2026

A – B – C – D – E – F – G – H – I – K – L – M – N – O – P – R – S – T – V – W – Z


A

Allmende: Beispiele für Allmendegüter sind Trinkwasser, Wälder, öffentliche Verkehrswege, Waschküchen in Miethäusern oder gemeinsam genutzte Jugendräume u.v.a.m.

Anlageformen: (Risiken + / niedrig bis +++++ / sehr hoch) 
Aktien: Anteile an einem Unternehmen, die dem Inhaber Eigentumsrechte und oft auch Stimmrechte bei Hauptversammlungen gewähren.
+++
Anleihen: Schuldverschreibungen, bei denen der Emittent (z. B. ein Staat oder Unternehmen) dem Anleger regelmäßige Zinsen und am Ende der Laufzeit den Nennwert zurückzahlt.
++
ETFs (Exchange-Traded Funds): Börsengehandelte Fonds, die einen Index, einen Sektor oder eine Anlageklasse abbilden und eine kostengünstige Diversifikation ermöglichen.
+
Fonds:
Professionell verwaltete Investmentvehikel, die das Kapital vieler Anleger bündeln und in verschiedene Wertpapiere investieren.
+
Rohstoffe: Physische Güter wie Gold, Öl oder Agrarprodukte, die über Terminkontrakte oder ETFs gehandelt werden.
+++
Derivate: Finanzinstrumente wie Optionen oder Futures, deren Wert von einem zugrunde liegenden Basiswert (z. B. Aktien, Indizes oder Rohstoffe) abhängt.
++++
Devisen (Forex): Der Handel mit Währungen, bei dem Anleger auf Wechselkursänderungen spekulieren.
++++
REITs (Real Estate Investment Trusts): Unternehmen, die in Immobilien investieren und den Anlegern regelmäßige Erträge aus Mieten oder Verkäufen ausschütten.
+
Jede Anlageform hat ihre eigenen Risiken und Chancen, daher ist es wichtig, sich gut zu informieren und die eigene Strategie daran auszurichten.

Anlagezertifikate sind strukturierte Wertpapiere (Inhaberschuldverschreibungen), die Anlegern ermöglichen, an der Wertentwicklung eines Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff etc.) zu partizipieren, ohne diesen direkt zu kaufen; sie sind vielseitig, bieten Chancen für verschiedene Marktphasen (z.B. Bonuszertifikate für Seitwärtsmärkte) und umfassen Varianten mit Kapitalschutz (z.B.
Garantiezertifikate) oder ohne, wobei das Risiko vom Emittenten (Bank) und der Struktur abhängt. Sie sind eine Alternative zu Fonds und können das Portfolio diversifizieren, erfordern aber ein Verständnis der komplexen Bedingungen und des Emittentenrisikos.
Was sind sie?
Inhaberschuldverschreibungen: Rechtlich sind sie eine Schuld des Emittenten gegenüber dem Inhaber.
Basiswert: Der Wert des Zertifikats hängt von einem zugrundeliegenden Wert (z.B. DAX, Gold, Einzelaktie) ab.
Flexibilität: Es gibt sie für steigende, fallende oder seitwärts gerichtete Märkte und mit unterschiedlichen Risikoprofilen.
Wichtige Typen:
Indexzertifikate: Abbildung eines Börsenindex.
Garantiezertifikate: Begrenzen das Verlustrisiko, oft durch eine Kapitalschutzbarriere.
Bonuszertifikate: Ermöglichen Gewinne, wenn der Basiswert eine bestimmte Barriere nicht unterschreitet.
Discountzertifikate: Ermöglichen den Kauf eines Basiswerts mit Preisnachlass, verzichten aber oft auf volle Partizipation.
Vorteile:
Marktzugang: Erlauben den Zugang zu Märkten, die sonst schwer erreichbar wären (z.B. spezielle Rohstoffe).
Anpassbarkeit: Strukturierbar an individuelle Ziele und Risikobereitschaft.
Potenzial: Können auch in Seitwärtsmärkten Erträge generieren.
Risiken:
Emittentenrisiko: Bei Insolvenz der Bank können Verluste auftreten.
Komplexität: Die Mechanismen und Bedingungen sind oft schwer zu durchschauen.
Kosten: Gebühren und Spreads können die Rendite schmälern.
Fazit:
Anlagezertifikate sind vielseitige Instrumente für mittel- bis langfristige Anleger, die einen breiten Markt abdecken können. Eine gründliche Prüfung des Emittenten (Bonität) und der spezifischen Produktbedingungen ist unerlässlich.

Asset Managent. Der englische Begriff „Asset Management“ bezeichnet die Finanzdienstleistung der Verwaltung von Vermögen mit dem Ziel der Vermehrung der angelegten Finanzinstrumente. Ein Asset Manager (oder Vermögensverwalter) ist somit ein Unternehmen, welches die Verwaltung von Vermögen zum Geschäftszweck hat. Asset Manager bündeln die Ersparnisse von institutionellen Investoren und privaten Anlegenden und investieren diese möglichst gewinnbringend in die Weltwirtschaft.

Investitionsmöglichkeiten sind beispielsweise die Staatenfinanzierung durch Staatsanleihen, die Finanzierung der Privatwirtschaft durch Aktien- oder Anleihekäufe sowie die Finanzierung des Infrastrukturbedarfs mit dem Ziel der Erwirtschaftung einer Rendite, die zwischen dem Asset Manager in Form seiner Vergütung und dem Investor in Form seiner Rendite aufgeteilt wird.

B 

Binäre Optionen sind hochspekulative Finanzwetten, bei denen Anleger auf einen steigenden („Call“) oder fallenden („Put“) Kurs eines Basiswerts (Aktien, Währungen, Rohstoffe etc.) innerhalb einer bestimmten Zeit spekulieren, mit dem Ergebnis entweder eine feste Auszahlung (Gewinn) oder der Totalverlust des Einsatzes, ohne den Basiswert selbst zu erwerben. In Deutschland sind Verkauf und Vertrieb an Privatanleger seit 2018 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verboten, da sie extreme Risiken bergen und eher einem Glücksspiel als einer Anlage ähneln.
Funktionsweise
Binäres Prinzip: Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse: Entweder die Prognose trifft ein (Gewinn), oder sie trifft nicht ein (Totalverlust) – ähnlich dem Binärcode 0 oder 1.
Einsatz: Der Trader wählt einen Einsatz (z. B. 100 €) und eine Laufzeit (z. B. 60 Sekunden).
Prognose: Er wettet, ob der Kurs eines Basiswerts (z. B. USD/EUR) in dieser Zeit steigt oder fällt.
Auszahlung: Bei Erfolg erhält er eine vorher festgelegte Rendite (z. B. 70-90 % des Einsatzes), ansonsten verliert er den gesamten Einsatz.
Risiken & Regulierung
Hohes Risiko: Es droht der sofortige Totalverlust des Kapitals, was es eher zu einer Wette als zu einer Geldanlage macht.
Verbot: Die BaFin hat den Vertrieb und Verkauf an Kleinanleger in Deutschland untersagt (Stand 2024), um Anleger zu schützen.
Broker: Handel findet oft außerbörslich (OTC) über Online-Broker statt, was die Regulierung erschwert und das Risiko betrügerischer Anbieter erhöht.
Fazit
Binäre Optionen sind für Privatanleger in Deutschland nicht zulässig und stellen ein sehr hohes Risiko dar, das mit dem Glücksspiel vergleichbar ist, da es keinen wirklichen Vermögenswert gibt, sondern nur eine Wette auf Kursbewegungen.

BIP (Brutto-Inlandsprodukt). Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 bei etwa 106,9 Billionen US-Dollar, wobei für 2024 eine Steigerung auf rund 111 Billionen US-Dollar erwartet wird, mit den USA und China als größten Volkswirtschaften. Diese Zahlen beziehen sich auf das nominale BIP und zeigen ein stetiges Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung.
2023: ca. 106,9 Billionen US-Dollar
2024 (Prognose): ca. 111 Billionen US-Dollar
Größte Volkswirtschaften (2024, nominal):
USA: ca. 29,3 Billionen USD
China: ca. 18,7 Billionen USD
Deutschland: ca. 4,7 Billionen USD
Entwicklung: Das Welt-BIP wächst, wobei der Anteil der Schwellenländer zunimmt, während der Anteil Europas relativ dazu zurückgeht.
Schätzungen in Euro:
USA 30,6 Billionen
EU-27 18 Billionen
Eurozone 15,2
Deutschland 3,3
Frankreich 2,9
Italien 2,2
Spanien 1,6
NL 1,1.

„Biden-Zahlungspause„. Sie bezieht sich hauptsächlich auf die zeitlich begrenzte Aussetzung von Zahlungen für Bundes-Studienkredite (student loans) während seiner Präsidentschaft. Ziel der Biden Administration:  die wirtschaftliche Belastung der Bürger  mindern, Gesetze zur Anhebung der US-Schuldengrenze (debt ceiling) zu ermöglichen, um eine staatliche Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Diese Maßnahmen umfassten Verlängerungen der Zahlungsunterbrechungen, neue Rückzahlungspläne wie den SAVE Plan und die Unterzeichnung von Gesetzen, die die Kreditaufnahme der Regierung sicherten. Verhandlungen diesbezüglich gestalten sich zunehmend schwieriger, weil die Schuldensumme wie die Schuldenquote im US-Haushalt dramatische Formen angenommen haben..
Studienkredite. Verlängerungen: Die Zahlungen für Millionen von Bundes-Studienkrediten wurden wiederholt ausgesetzt, besonders während der COVID-19-Pandemie und auch danach, um Kreditnehmer zu entlasten.
Neue Pläne: Biden führte den SAVE Plan ein, der die Zahlungen basierend auf dem Einkommen berechnet und bei niedrigen Einkommen sogar auf Null setzen kann, mit dem Ziel, die Rückzahlung zu erleichtern und Schuldenerlass zu ermöglichen.
Herausforderungen: Bidens umfassendere Pläne zum Schuldennachlass wurden von Gerichten blockiert, was zu zusätzlichen Pausen führte.
Staatliche Schuldenobergrenze: Abwendung von Zahlungsunfähigkeit: Biden musste wiederholt Gesetze unterzeichnen, um die staatliche Schuldenobergrenze anzuheben oder auszusetzen, um zu verhindern, dass die US-Regierung ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann (government shutdown).
Parteipolitische Verhandlungen: Diese Gesetze wurden oft nach langwierigen Auseinandersetzungen zwischen Demokraten und Republikanern verabschiedet, wobei die Republikaner oft eine Kürzung der Staatsausgaben forderten.
Fazit: die „Biden-Zahlungspause“ ist ein euphämistischer Begriff für ein Sammelsurium seiner Bemühungen, die finanzielle Last für amerikanische Bürger (insbesondere bei Studienkrediten) und die Stabilität der US-Finanzen (durch Anhebung der Schuldenobergrenze) zu sichern.

Bollinger Bänder (Bollinger Bands) sind ein beliebter Indikator der technischen Analyse, der die Volatilität eines Wertpapierkurses misst, indem er aus einem einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) und zwei darauf basierenden Bändern besteht, die durch die Standardabweichung berechnet werden. Sie bestehen aus einem mittleren Band (SMA), einem oberen Band (SMA + 2x Standardabweichung) und einem unteren Band (SMA – 2x Standardabweichung), die anzeigen, ob ein Kurs relativ zu seiner jüngsten Geschichte überkauft oder überverkauft ist und ob eine bevorstehende Trendwende oder ein Ausbruch bevorsteht, wenn sich die Bänder verengen.
Hauptkomponenten:
Mittleres Band: Ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA), standardmäßig über 20 Perioden.
Oberes Band: Das mittlere Band plus zwei Standardabweichungen.
Unteres Band: Das mittlere Band minus zwei Standardabweichungen.

Wie sie funktionieren und was sie anzeigen:
Volatilität: Enge Bänder zeigen geringe Volatilität (Marktruhe), während sich weitende Bänder auf steigende Volatilität hindeuten.
Überkauft/Überverkauft: Berührt der Kurs das obere Band, kann dies auf eine Überhitzung hindeuten; berührt er das untere Band, auf einen möglichen Überverkauf.
Ausbrüche: Sehr enge Bänder (eine Phase geringer Volatilität) signalisieren oft eine bevorstehende starke Kursbewegung (Ausbruch).
Trendenden: Ein starkes Weglaufen vom Band kann auf ein Ende des Trends hinweisen.

Anwendungsbereich:
Chartanalyse: Trader nutzen sie, um Unterstützungs- und Widerstandsbereiche zu identifizieren.
Volatilitätsmessung: Sie helfen, die Schwankungsbreite eines Wertpapiers zu verstehen, besonders bei volatilen Assets wie Kryptowährungen.
Trendanalyse: Sie visualisieren, ob ein Kurs sich im statistisch erwarteten Bereich bewegt oder ob eine Trendwende bevorsteht

C

Capex: Capital Expenditure) sind Investitionsausgaben für langfristige Vermögenswerte wie Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge oder IT-Systeme, um die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu erhalten oder zu steigern. Diese Ausgaben werden nicht sofort als Kosten verbucht, sondern über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, was sie von laufenden Betriebskosten (OPEX) unterscheidet und steuerliche Vorteile bieten kann, da sie die Bilanz aktivieren und langfristig steuerlich geltend gemacht werden. CAPEX ist ein wichtiger Indikator für die strategische Investitionsplanung und wird in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.
Was gehört zu CAPEX?

Anlagevermögen: Grundstücke, Gebäude, Fabriken, Maschinen, Anlagen.
Ausrüstung: Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fuhrpark, Technologie (Hardware, Software, IT-Infrastruktur).
Immaterielle Vermögenswerte: Patente, Lizenzen.
Verbesserungen: Renovierungen und Upgrades, die die Lebensdauer oder Effizienz verlängern. 

CAPEX vs. OPEX (Betriebskosten)

CAPEX (Capital Expenditure): Langfristige Investitionen in Vermögenswerte (z.B. Kauf einer neuen Maschine).
OPEX (Operational Expenditure): Laufende Kosten für den täglichen Betrieb (z.B. Miete, Strom, Gehälter, Rohstoffe). 

Wichtigkeit von CAPEX

Strategische Planung: Zeigt, wie ein Unternehmen in seine Zukunft investiert.

Bilanzierung: Erhöht die Vermögenswerte und wird über die Zeit abgeschrieben (amortisiert).
Steuerliche Effekte: Abschreibungen mindern den steuerpflichtigen Gewinn.
Gesamtausgaben: CAPEX und OPEX zusammen ergeben die gesamten Ausgaben eines Unternehmens (TOTEX).

Ceteris paribus: Die lateinische Entsprechung für „unter sonst gleichen Bedingungen“ ist ceteris paribus (oft abgekürzt als c. p. oder cet. par.) und wird in Theorien, Analysen und Experimenten verwendet, um zu verdeutlichen, dass nur eine bestimmte Variable betrachtet wird, während alle anderen Faktoren konstant bleiben. Es bedeutet wörtlich so viel wie „bei gleichen anderen [Dingen oder Umständen]“, was eine wichtige Annahme ist, um Zusammenhänge isoliert betrachten zu können.

Bedeutung: Vereinfacht die Realität, indem sie erlaubt, die Wirkung eines einzelnen Faktors zu analysieren.
Anwendung: Sehr wichtig in der Ökonomie, Physik, Philosophie und anderen Wissenschaften.
Beispiel: Wenn der Preis einer Ware sinkt, steigt die Nachfrage (ceteris paribus) – unter der Annahme, dass Einkommen, Geschmack und andere Faktoren gleich bleiben.

CFDs (Contracts for Difference) sind Finanzderivate, mit denen Sie auf Preisbewegungen von Basiswerten (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen) spekulieren können, ohne sie tatsächlich zu besitzen, indem Sie die Preisdifferenz zwischen Eröffnung und Schließung des Vertrags austauschen
. Sie ermöglichen den Handel mit Hebelwirkung (Leverage), was Gewinne vervielfachen, aber auch Verluste erheblich steigern kann, wobei in Deutschland seit 2017 eine Nachschusspflicht für Privatanleger ausgeschlossen wurde und Positionen bei Margin-Verlusten geschlossen werden. CFDs sind hochspekulativ und mit hohen Risiken verbunden, da Verluste das eingesetzte Kapital übersteigen können, obwohl sie auch zur Absicherung bestehender Portfolios (Hedging) genutzt werden können.
Wie funktionieren CFDs?
Differenzgeschäft: Sie schließen einen Vertrag mit einem Broker ab, die Wertentwicklung eines Basiswertes auszutauschen.
Kein Eigentum: Sie kaufen nicht die Aktie selbst, sondern spekulieren auf ihre Preisentwicklung.
Long oder Short: Sie können auf steigende Kurse (Long-Position) oder fallende Kurse (Short-Position) setzen.
Hebelwirkung (Leverage): Mit einer kleinen Margin (Sicherheit) können Sie eine deutlich größere Position bewegen, was Gewinne und Verluste verstärkt.
Ergebnis: Bei korrektem Timing gewinnen Sie die Differenz, bei falscher Einschätzung verlieren Sie sie.
Basiswerte:
Aktien, Indizes (DAX, S&P 500), Rohstoffe (Gold, Öl), Währungen (Forex) und Kryptowährungen.
Chancen & Risiken:
Chancen: Hebelwirkung, Handel in fallenden Märkten (Short), Zugang zu vielen Märkten mit geringem Kapitaleinsatz, Absicherung (Hedging).
Risiken: Hohe Hebelwirkung kann zu schnellen und hohen Verlusten führen, Totalverlust des Kapitals möglich.
Regulierung (Deutschland):
Seit 2017 sind Nachschusspflichten für Privatanleger ausgeschlossen (BaFin-Regulierung).
Risikobegrenzung durch automatische Schließung bei Margin-Verlust.
Fazit:
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente, die hohe Chancen, aber auch erhebliche Risiken bergen und nur für erfahrene Anleger geeignet sind, die die Funktionsweise und die Risiken vollständig verstehen.

D

Daytrader: Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstags kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:

1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.

2. Nutzung von Technischer Analyse
Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.

4. Nutzung von Hebel und Margin
Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.

5. Risikomanagement
Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.

6. Zeitintensiv und diszipliniert
Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.

7. Beispiele für Daytrading-Strategien
Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).

8. Risiken des Daytradings
Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.

Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.

Drawdown (dt. „Wertverlust“, „Kurskorrektur“) beschreibt den prozentualen Rückgang eines Wertpapier- oder Portfoliowerts von einem Höchststand bis zum darauffolgenden Tiefststand in einem bestimmten Zeitraum und dient als wichtige Risikokennzahl zur Messung des maximalen Verlusts einer Anlage oder Strategie. Er zeigt das historische Risiko, hilft bei der Risikobewertung und ermöglicht den Vergleich verschiedener Investments, wobei besonders der Maximum Drawdown (MDD), der größte historische Verlust, eine entscheidende Rolle spielt.
Bedeutung und Anwendung
Risikobewertung: Misst das größte Risiko, das ein Anleger eingehen muss, um einen bestimmten Wert wieder zu erreichen.
Vergleich: Ermöglicht den Vergleich der Risikoprofile verschiedener Anlagen (z.B. Aktienfonds).
Analyse: Gibt Aufschluss über die Stärke und Dauer von Korrekturphasen einer Anlage (Time to Recover).
Berechnung (Beispiel MDD)
Höchststand (Peak) ermitteln.
Tiefststand (Trough) nach dem Höchststand finden.
Formel: Drawdown (%) = ((Höchststand – Tiefststand) / Höchststand) * 100.
Wichtige Aspekte
Maximum Drawdown (MDD): Der größte Wertverlust in einem definierten Zeitraum, der das Ausmaß des Risikos darstellt.
Psychologische Belastung: Lange und tiefe Drawdowns sind oft psychologisch herausfordernd.
Beispiel: Ein Verlust von 50 % erfordert eine Steigerung von 100 %, um den ursprünglichen Wert wieder zu erreichen (50 % Verlust = 50 Verlust auf 100 Wert; 100 Steigerung auf 50 ergibt 100 Wert).

Drei-Fünf-Sieben-Regel: Die 3-5-7-Regel ist ein pragmatischer Rahmen zur Vereinfachung des Risikomanagements und zur Maximierung der Rentabilität im Handel . Sie basiert auf drei Kernprinzipien: Traderisiko, Portffolio-Risiko und Gewinn-Verlust-Ratio.
Meine-börse empfiehl, das Risiko einzelner Trades auf 3 %, das Gesamtrisiko des Portfolios auf 5 % und das Gewinn-Verlust-Verhältnis auf 7:1 zu begrenzen.

Dunning-Kruger-Effekt: Dunning-Kruger-Effekt: Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt eine kognitive Verzerrung, bei der inkompetente Menschen ihre Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich tendenziell überschätzen, da ihnen die Fähigkeit fehlt, ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. Sie unterschätzen zudem oft die Fähigkeiten anderer, da ihnen das Wissen fehlt, eine realistische Einschätzung vorzunehmen. Dieser Effekt ist nach den US-amerikanischen Psychologen David Dunning und Justin Kruger benannt, die ihn 1999 wissenschaftlich beschrieben haben.

DTCC steht meist für die Depository Trust & Clearing Corporation, eine zentrale US-amerikanische Wertpapierverwahrstelle, die Wertpapiere verwahrt und den Handel abwickelt. Im deutschen Kontext kann DTCC auch für Direct-to-Consumer (Direktvertrieb an Endkunden) stehen, ein Geschäftsmodell, das Zwischenhändler umgeht.

E

Elliott-Wellen
sind ein Werkzeug der technischen Analyse, das Finanzmarktbewegungen in wiederkehrende Muster aus Impuls- und Korrekturwellen einteilt, basierend auf der Annahme, dass die kollektive Psychologie der Marktteilnehmer zu diesen Mustern führt. Ein vollständiger Zyklus besteht aus fünf Wellen in Trendrichtung (1, 2, 3, 4, 5) und drei Korrekturwellen (A, B, C). Diese Wellen folgen oft der Fibonacci-Folge und dem Goldenen Schnitt und dienen Tradern zur Prognose von Preisbewegungen, obwohl sie umstritten sind.

Grundstruktur:
Impulswellen (Motiv-Wellen): Fünf Wellen (1, 3, 5 sind Impulswellen; 2, 4 sind Korrekturwellen dazwischen), die die Hauptrichtung des Trends anzeigen.
Korrekturwellen: Drei Wellen (A, B, C), die gegen den Haupttrend laufen und auf die Impulswellen folgen.

Anwendung
Identifikation: Trader nutzen die Wellen, um Ein- und Ausstiegspunkte zu finden.
Prognose: Sie versuchen, das Ausmaß zukünftiger Preisbewegungen abzuschätzen.
Muster: Es gibt verschiedene Korrekturmuster wie Zickzack, Flat oder Dreiecke.

Wichtig zu wissen
Entwickler: Ralph Nelson Elliott entwickelte die Theorie in den 1930er Jahren.
Basis: Basiert auf Massenpsychologie und Fibonacci-Zahlen.
Kontroverse: Die Theorie ist in der Finanzwelt umstritten und wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, wird aber von vielen Tradern als nützlich angesehen.

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds, die wie Aktien an der Börse gekauft und verkauft werden können und einen bestimmten Marktindex (z. B. DAX oder MSCI World) nachbilden, um Anlegern eine kostengünstige und einfache Möglichkeit zu bieten, breit gestreut in ganze Märkte, Branchen oder Regionen zu investieren. Sie bündeln viele Wertpapiere (wie Aktien oder Anleihen) in einem einzigen Produkt, streuen damit das Risiko und sind oft günstiger als aktiv gemanagte Fonds, da sie passiv den Index abbilden.
Wichtige Merkmale von ETFs:
Börsengehandelt:
Sie können während der Handelszeiten einfach über ein Depot gehandelt werden, ähnlich wie Aktien.
Indexnachbildung:
Sie versuchen, die Wertentwicklung eines bestimmten Marktindex möglichst genau abzubilden.
Diversifikation:
Mit einem einzigen ETF investieren Sie in viele Unternehmen oder Wertpapiere, was das Risiko streut.
Kostengünstig:
Da sie passiv einen Index nachbilden, fallen die Verwaltungsgebühren (Total Expense Ratio – TER) meist niedriger aus als bei aktiv gemanagten Fonds.
Transparent:
Anleger wissen durch die Nachbildung eines Index genau, in welche Wertpapiere sie investieren.
Vielfältig:
Es gibt ETFs auf verschiedenste Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe (Edelmetalle) oder sogar Kryptowährungen.
Wie sie funktionieren (Beispiel DAX-ETF):
Ein ETF, der den DAX nachbildet, kauft die Aktien der 40 im DAX enthaltenen Unternehmen proportional zu deren Gewichtung im Index.
Steigt der DAX, steigt auch der Wert des ETFs. Fällt der DAX, fällt auch der ETF.
Vorteile für Anleger:
Einfacher Zugang zu breiten Märkten, Geringe Kosten, Risikostreuung, Kann auch mit kleinen Beträgen über Sparpläne genutzt werden.

F

Faktorzertifikate sind Hebelprodukte, die eine überproportionale, tägliche Partizipation an der Wertentwicklung eines Basiswerts (Aktien, Indizes, Rohstoffe) ermöglichen, mit einem konstanten Faktor (z. B. 2x, 4x), ohne feste Laufzeit, aber mit dem Risiko von Zins- und Währungseffekten sowie Emittentenrisiko. Sie bilden Long-Positionen für steigende und Short-Positionen für fallende Kurse ab und eignen sich für kurzfristige Spekulationen in trendstarken Märkten, da sich der Hebel bei Seitwärtsbewegungen negativ auswirken kann.
Merkmale und Funktionsweise
Konstanter Hebel: Der Wert des Zertifikats ändert sich täglich um das Vielfache der prozentualen Veränderung des Basiswerts (z. B. bei Faktor 4x steigt/fällt das Zertifikat um 4 %, wenn der Basiswert um 1 % steigt/fällt).
Keine Knock-out-Schwelle: Anstelle einer Knock-out-Barriere gibt es eine Anpassungsschwelle, die bei Berührung den Hebel neu berechnet, um einen Totalverlust zu verhindern, aber das Produkt kann trotzdem wertlos verfallen.
Unbegrenzte Laufzeit (meist Open-End): Sie haben keine feste Laufzeit, aber der Emittent kann sie kündigen, oft wenn der Wert zu gering wird (z. B. unter 0,20 €).
Langfristige Performance: Bei längerfristigen Anlagen in volatilen Märkten führt der kumulative Effekt zu Abweichungen vom einfachen Hebel, oft zum Nachteil des Anlegers (Zins- und Zinseszinseffekte).
Risiken
Kumulationseffekt/Roll-Over-Effekt: Bei täglichen Schwankungen addieren sich die Hebelwirkungen, was bei starkem Trend zu hohen Gewinnen und bei Seitwärtsbewegungen zu erheblichen Verlusten führen kann (oft „Cost of Carry“ genannt).
Emittentenrisiko: Da es sich um Inhaberschuldverschreibungen handelt, besteht das Risiko der Insolvenz des Emittenten.
Währungsrisiko: Wenn der Basiswert in einer anderen Währung notiert, kann dies die Rendite beeinflussen.
Anwendungsbereich
Faktorzertifikate sind für erfahrene Anleger gedacht, die kurzfristig auf eine bestimmte Richtung eines Basiswerts spekulieren wollen und die Funktionsweise des konstanten Hebels sowie die damit verbundenen Risiken verstehen. Sie sind nicht für die langfristige Wertanlage geeignet.


Fed Reverse Repo Operation (oft kurz RRP-Operation genannt) ist ein geldpolitisches Instrument, bei dem die US-Zentralbank (Fed) Wertpapiere an berechtigte Gegenparteien verkauft, mit der gleichzeitigen Vereinbarung, diese Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zurückzukaufen, was effektiv Geld aus dem Markt zieht und die kurzfristigen Zinssätze beeinflusst, indem sie die Liquidität reduziert und als kurzfristige Geldanlage für Geldmarktfonds dient.Was passiert dabei genau?

Verkauf: Die Fed verkauft Wertpapiere (z.B. Staatsanleihen) an eine Gegenpartei (z.B. Banken, Geldmarktfonds).
Rückkauf: Gleichzeitig wird vereinbart, dass die Fed diese Wertpapiere am nächsten Tag (oder zu einem anderen kurzen Termin) zu einem leicht höheren Preis zurückkauft.
Zinsen: Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Rückkaufpreis ist der Zins, den die Fed für das Geld zahlt, das sie sich quasi leiht.
Liquiditätsentzug: Indem die Fed Wertpapiere verkauft und Bargeld erhält, entzieht sie dem Bankensystem Liquidität. 

Warum macht die Fed das?

Zinskorrektur: Es hilft, den kurzfristigen Zinssatz (wie den Federal Funds Rate) in der gewünschten Spanne zu halten, indem es einen "Boden" für die Zinssätze setzt, da Marktteilnehmer das Geld lieber bei der Fed parken, als es zu niedrigeren Sätzen zu verleihen.
Liquiditätsmanagement: Es ist ein wichtiges Werkzeug zur Steuerung der Liquidität im Finanzsystem.
Inflationsbekämpfung: In Zeiten hoher Inflation hilft es, überschüssige Liquidität aus dem Markt zu ziehen. 

Zusammengefasst auf Deutsch:
Man könnte es als ein umgekehrtes Pensionsgeschäft, ein umgekehrtes Rückkaufabkommen oder eine Rücknahme von Wertpapieren mit Rückkaufsverpflichtung nennen, wobei die Fed als Darlehensnehmer (gegen Wertpapiere) agiert und kurzfristig Geld einsammelt.

Fibonacci Trading
ist eine technische Analyse-Methode, die mathematische Verhältnisse aus der Fibonacci-Folge (z.B. 23,6 %, 38,2 %, 61,8 %) nutzt, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus in Preischarts zu identifizieren, wo sich ein Trend umkehren oder korrigieren könnte. Trader verwenden Werkzeuge wie Fibonacci Retracements, um Einstiegs-, Ausstiegs- und Stop-Loss-Punkte zu bestimmen, indem sie auf Korrekturen bis zu diesen Levels warten, bevor der ursprüngliche Trend fortgesetzt wird. Besonders das 61,8%-Level (Goldener Schnitt) gilt als wichtiger Wendepunkt.
Wichtige Fibonacci-Levels

23,6 %: Schwache Korrektur, starker Trend.
38,2 %: Häufiger Rücksetzer, potenzieller Einstieg.
50 %: Nicht Teil der Fibonacci-Zahlen, aber ein wichtiges psychologisches Niveau.
61,8 %: Der "Goldene Schnitt", oft starker Wendepunkt.
78,6 %: Tiefere Korrektur, kann auf eine Trendwende hindeuten. 

Anwendung im Trading

Retracements (Rücksetzer): Messen, wie weit ein Kurs in einem bestehenden Trend zurückfällt, bevor er weiterläuft.
Extensions (Erweiterungen): Nutzen Verhältnisse über 100 % (z.B. 161,8 %), um Gewinnziele zu setzen.
Kombination: Trader kombinieren Fibonacci-Levels oft mit anderen Indikatoren wie Trendlinien oder gleitenden Durchschnitten für eine bessere Bestätigung.
Ziel: Bessere Einstiegs- und Ausstiegspunkte finden, um mit dem Trend zu handeln, anstatt gegen ihn. 

Fazit
Fibonacci-Trading ist ein beliebtes, aber anspruchsvolles Werkzeug der technischen Analyse, das darauf abzielt, die „Wellen“ der Märkte mathematisch zu erfassen, um Preisbewegungen vorherzusagen (siehe hier im Wiki: Elliot Wellen.

Forex-Trading (Devisenhandel) ist der Kauf und Verkauf von Währungen, um von Schwankungen der Wechselkurse zu profitieren, wobei immer Währungspaare (z.B. EUR/USD) gehandelt werden. Es ist der größte Finanzmarkt der Welt, der dezentral (außerbörslich) funktioniert und rund um die Uhr geöffnet ist, was ihn extrem liquide macht. Anleger spekulieren auf Kursbewegungen, um Gewinne zu erzielen, wobei Risikomanagement und eine Strategie entscheidend für den Erfolg sind.
So funktioniert Forex-Trading
Währungspaare: Man handelt immer eine Währung gegen eine andere, z.B. den Euro gegen den US-Dollar (EUR/USD).
Spekulation: Man kauft eine Währung in der Erwartung, dass sie im Wert steigt, oder verkauft sie, wenn man eine Wertminderung erwartet, um einen Gewinn zu erzielen.
Globaler Markt: Der Handel findet über ein Netzwerk von Banken und Handelsplattformen statt, nicht an einer zentralen Börse.
24/7-Handel: Der Markt ist praktisch 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche geöffnet, da er sich über die verschiedenen Zeitzonen der Finanzzentren erstreckt.
Wichtige Begriffe
Basiswährung: Die erste Währung im Paar (z.B. EUR in EUR/USD).
Kurswährung (Quote Currency): Die zweite Währung im Paar (z.B. USD in EUR/USD).
Long-Position: Kaufen in Erwartung eines Preisanstiegs.
Short-Position: Verkaufen in Erwartung eines Preisverfalls.
Risiken und Voraussetzungen
Hohes Risiko: Der Markt kann sehr volatil sein, und es besteht ein hohes Risiko für Verluste.
Regulierung: In Deutschland ist Forex-Trading erlaubt, aber Händler sollten nur bei von Behörden wie der BaFin regulierten Brokern handeln.
Wissen & Strategie: Ein solides Verständnis des Marktes und eine klare Strategie sind für langfristigen Erfolg unerlässlich.

G

Geldmengen sind die Gesamtbestände an umlaufendem Geld (Bargeld und Bankguthaben) in einer Volkswirtschaft, die von Zentralbanken wie der EZB gemessen werden, um Preisstabilität zu gewährleisten, wobei die gängigsten Kategorien M1 (sofort verfügbares Geld), M2 (M1 plus kurzfristige Einlagen) und M3 (M2 plus längerfristige Anlagen) sind, die sich nach Liquidität unterscheiden. Eine Zunahme der Geldmenge kann zu Inflation führen, während eine Verknappung Deflation verursachen kann.
Hauptkategorien der Geldmenge (Aggregat)
Zentralbankgeld (M0): Der gesamte Bargeldumlauf und die Einlagen der Geschäftsbanken bei der Zentralbank.
Geldmenge M1: Bargeld im Umlauf plus Sichteinlagen (täglich fällige Guthaben auf Girokonten) von Nichtbanken.
Geldmenge M2: M1 plus Termineinlagen bis zu zwei Jahren und Spareinlagen mit Kündigungsfristen bis zu drei Monaten.
Geldmenge M3: M2 plus Geldmarktpapiere (z.B. Geldmarktfonds) und andere kurzfristige Wertpapiere mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren.
Bedeutung
Messung der Liquidität: Die verschiedenen Aggregate zeigen, wie viel Geld wie schnell für den Zahlungsverkehr verfügbar ist.
Geldpolitik: Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert die Geldmenge, um die Inflation zu kontrollieren und Preisstabilität zu sichern.
Wirtschaftliche Auswirkungen: Eine zu starke Ausweitung der Geldmenge kann die Preise erhöhen (Inflation), während eine zu geringe Geldmenge die Wirtschaft bremsen kann (Deflation).

H

Hebel (Leverage): Mit geringem Kapitaleinsatz kann man größere Positionen handeln. Je höher der Hebel, desto größer ist auch das Risiko.
Es hängt also davon ab, ob Sie sich für Finanzen, Imkerei, Reisen oder Shopping interessieren.

Hebelzertifikate. Hebelzertifikate sind spekulative Finanzderivate, die durch einen eingebauten Hebel eine überproportionale Partizipation an Kursbewegungen eines Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff) ermöglichen, was sowohl Gewinne als auch Verluste vervielfacht.
Hebelwirkung: Der Hebel vervielfacht die prozentuale Veränderung des Basiswerts im Zertifikat.
Long/Short: Anleger können auf steigende (Call/Long) oder fallende (Put/Short) Kurse setzen.
Knock-out-Schwelle: Bei Erreichen dieser Barriere wird das Zertifikat wertlos und verfällt (Totalverlustrisiko).
Basiswert: Kann eine Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder eine Währung sein.
Vorteile:
Geringer Kapitaleinsatz: Ermöglichen spekulieren mit wenig Kapital.
Flexibilität: Schnelle Umsetzung von Handelsideen für steigende und fallende Märkte.
Risiken:
Hohes Risiko: Erheblich höhere Risiken als bei direkten Investitionen.
Totalverlust: Möglicher Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals, insbesondere bei Knock-outs.
Bekannte Arten:
Knock-out-Zertifikate (KO-Zertifikate): Klassische Hebelzertifikate mit Knock-out-Barriere.
Turbo-Zertifikate (Turbo-Optionsscheine): Eine spezielle Form von Knock-outs, oft endlos handelbar (Open End).
Mini-Futures: Ähnlich wie Turbos, oft ohne feste Laufzeit.
Geeignet für:
Erfahrene, spekulativ orientierte Trader mit kurzfristigem Anlagehorizont.
Anleger, die ein hohes Risiko akzeptieren und die Märkte aktiv beobachten.

Hyperscaler sind extrem große Cloud-Anbieter (wie AWS, Azure, Google Cloud), die riesige, global verteilte Rechenzentren betreiben und Unternehmen mit massiv skalierbaren IT-Ressourcen (Rechenleistung, Speicher, Netzwerk) für Big Data, KI und allgemeine Cloud-Dienste versorgen. Sie ermöglichen eine fast unbegrenzte horizontale Skalierbarkeit, automatisierte Verwaltung und ein flexibles Pay-as-you-go-Preismodell, das sie von traditionellem Hosting unterscheidet.
Was ist ein Hyperscaler?

Definition: Ein Anbieter von Cloud-Computing-Diensten mit einer globalen Infrastruktur aus riesigen, vernetzten Rechenzentren.
Skalierbarkeit: Sie können ihre Ressourcen dynamisch und fast unbegrenzt an die Nachfrage anpassen, um massive Workloads zu bewältigen (z. B. für Social Media oder Big Data).
Infrastruktur: Besteht aus Tausenden von Servern, die in verteilten Rechenzentren betrieben werden, was hohe Leistung, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet. 

Typische Beispiele

Amazon Web Services (AWS)
Microsoft Azure
Google Cloud Platform (GCP)
Alibaba Cloud 

Merkmale und Vorteile

Ressourcen: Bereitstellung von Rechenleistung, Speicher, Datenbanken, KI-Diensten usw..
Wartung: Wird vollständig vom Hyperscaler übernommen, einschließlich Updates und Management.
Kostenmodell: Typischerweise „Pay-as-you-go“ (nach Verbrauch), was Kostenoptimierung ermöglicht.
Flexibilität: Ermöglicht schnelles Wachstum und die Bewältigung schwankender Lasten ohne große Vorabinvestitionen. 

Unterschied zu traditionellem Hosting

Skalierung: Traditionell begrenzt (feste Server), bei Hyperscalern fast grenzenlos und dynamisch.
Infrastruktur: Einzelne Server vs. globales Netzwerk von Rechenzentren.
Management: Manuell durch den Kunden/Hoster vs. automatisiert durch den Anbieter. 

G

Geld-Dysmorhie. Dysmorphie (altgriechisch für „Fehlgestalt“) bezeichnet in der Medizin eine Abweichung von der normalen Körpergestalt, die sowohl harmlos (z.B. kleine, harmlose Schönheitsfehler) als auch krankhaft sein kann, oft im Kontext genetischer Syndrome. Im psychologischen Bereich beschreibt es die Körperdysmorphe Störung (KDS), bei der Betroffene eine übertriebene Sorge um einen vermeintlichen, für andere unbedeutenden Makel haben, was zu großem Leidensdruck und sozialen Beeinträchtigungen führt.
Mit dem Phäbomen Geld-Dysmorhie gemeint ist eine verzerrte Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation. Die eigene Wahrnehmung geht einher mit einer Einschätzung, mit einer Bewertung. Betroffene von Geld-Dysmorphie fühlen sich etwa ärmer oder auch reicher, als sie tatsächlich sind.

I

Inflation : Grundsätzlich versucht der Begriff der Inflation den Verfall des Geldes bzw. der Kaufkraft zu beschreiben. Man bekommt bei höherer Inflation einfach weniger für sein Geld. Aber diese Art der Beschreibung ist höchst problematisch. Deshalb zuerst einmal einige der wesentlichen katagorialen Unterschiedes in der Begriffsbestimmung.

Kern-Inflationsrate: Die Kerninflationsrate misst die Preissteigerung ohne stark schwankende Posten wie Energie und Nahrungsmittel, da diese oft durch externe Faktoren beeinflusst werden und das langfristige Preisniveau verzerren können. Sie gilt als besserer Indikator für die nachhaltige Inflation und zeigt die allgemeine Preisentwicklung der zugrundeliegenden Wirtschaft. Die Berechnung schließt meist Energie (Heizöl, Strom, Gas, Kraftstoffe) und Lebensmittel aus dem Warenkorb aus, manchmal auch Tabak und administrierte Preise (wie bei der „Kerninflation 2“ des Statistischen Bundesamtes), um die grundlegende Inflationsdynamik besser zu erfassen

Index – Indizes: Hier ein paar der wichtigsten weltweit.

DAX (Deutscher Aktienindex):
Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex und umfasst die 40 größten und liquidesten Unternehmen an der Frankfurter Börse. Er gilt als Indikator für die deutsche Wirtschaft.

MDAX:
Der MDAX enthält die 50 mittelgroßen Unternehmen in Deutschland, die nach den DAX-Unternehmen folgen. Er deckt Branchen wie Industrie, Handel und Dienstleistungen ab.

TecDAX:
Der TecDAX ist ein Index für Technologieunternehmen in Deutschland und umfasst die 30 größten Tech-Aktien außerhalb des DAX. Er spiegelt die Performance des deutschen Technologiesektors wider.

Nasdaq:
Der Nasdaq ist ein US-amerikanischer Index, der vor allem Technologieunternehmen wie Apple, Microsoft und Amazon umfasst. Er ist bekannt für seine starke Konzentration auf innovative und wachstumsstarke Firmen.

Dow Jones Industrial Average (DJIA):
Der Dow Jones ist einer der ältesten und bekanntesten US-Indizes. Er umfasst 30 große, etablierte Unternehmen aus verschiedenen Branchen und gilt als Barometer für die US-Wirtschaft.

S&P 500:
Der S&P 500 ist ein breiter US-Index, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen abdeckt. Er gilt als umfassender Indikator für die US-Wirtschaft und den Aktienmarkt.

Jeder dieser Indizes hat eine spezifische Bedeutung und spiegelt die Performance unterschiedlicher Märkte und Sektoren wider.
Unternehmen können unter gewissen Voraussetzung wie etwa Umsatzgröße und Marktanteile von einem (niedrigeren) in einen anderen Index aufsteigen. Das ist meisten mit einer Verbesserung der Liquidität des Unternehmenbs verbunden und einer besseren Markt- und Aktienperformance (steigende Aktienkurse).

K

Der Keltner-Kanal ist ein technischer Analyseindikator, der einen Trendkanal um Kurse bildet, bestehend aus einem mittleren gleitenden Durchschnitt (meist ein 20-Perioden-EMA) und zwei äußeren Bändern, die auf der Average True Range (ATR) basieren, um Volatilität zu messen. Er hilft Tradern, Trends zu erkennen, Ausbrüche zu identifizieren (wenn der Kurs die Bänder durchbricht) und Stop-Loss-Levels zu setzen, indem er die Marktvolatilität berücksichtigt.
Aufbau des Keltner-Kanals:Mittlere Linie: Ein exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA), oft für 20 Perioden.
Obere Linie: Mittlere Linie + (ATR * Multiplikator), meistens (EMA + 2 * ATR).
Untere Linie: Mittlere Linie – (ATR * Multiplikator), meistens (EMA – 2 * ATR).
Anwendung im Trading
Trendbestätigung:
Der Kanal zeigt die typische Preisspanne an; ein starker Trend kann sich durch das Verharren des Kurses an den Bändern zeigen.
Ausbruchssignale:
Ein Durchbruch über das obere Band kann ein Kaufsignal sein, während ein Durchbruch unter das untere Band ein Verkaufssignal sein kann, insbesondere nach Seitwärtsbewegungen mit niedriger Volatilität.
Volatilitätsfilter:
Da er die ATR nutzt, passt sich der Kanal automatisch an die Marktvolatilität an – in volatileren Märkten weitet er sich, in ruhigeren Märkten verengt er sich.
Vergleich zu Bollinger Bändern:
Keltner-Kanäle reagieren sanfter auf Preisbewegungen als Bollinger-Bänder, da sie die ATR statt der Standardabweichung verwenden, was sie besser für Trendfolge-Strategien macht.

Eine k-förmige Wirtschaft beschreibt eine Situation, in der sich Teile der Volkswirtschaft unterschiedlich stark erholen oder enttäuschen. Statt einer gleichmäßigen, breiten Konjunkturentwicklung gibt es zwei (oder mehr) Gruppen:

Eine Gruppe (z. B. wohlhabendere Haushalte, profitable Branchen) erlebt ein starkes Aufschwung-Szenario mit steigenden Einkommen, Investitionen und Arbeitsplätzen.
Eine andere Gruppe (z. B. Geringverdiener, krisengeschüttelte Branchen) kämpft weiter mit niedrigem Wachstum, Arbeitslosigkeit oder schwachen Löhnen.
Folge: Ungleiches Wachstum, divergierende Vermögenswerte, unterschiedlich hohe Inflations- und Zinssensitivität zwischen den Sektoren.

KO-Zertifikate (Knock-Out-Zertifikate) sind gehebelte Derivate, die Anlegern Spekulation auf Kursbewegungen (steigend oder fallend) bei Aktien, Indizes oder Rohstoffen ermöglichen; sie besitzen eine integrierte Knock-Out-Barriere, bei deren Berührung das Zertifikat wertlos verfällt und ein Totalverlust droht, was sie hochriskant, aber auch profitabel machen kann, da Gewinne (und Verluste) vervielfacht werden. Sie werden von Banken (Emittenten) herausgegeben und bieten durch den Hebel Hebelwirkung und Risiko-Management durch das Knock-Out-Level.
So funktionieren KO-Zertifikate:

Basiswert: Sie beziehen sich auf einen Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff).
Long/Short: Man kann mit „Long“-Zertifikaten auf steigende Kurse und mit „Short“-Zertifikaten auf fallende Kurse setzen.
Hebel: Der Hebel multipliziert Kursbewegungen, was höhere Gewinne, aber auch höhere Verluste ermöglicht.
Knock-Out-Barriere: Eine festgelegte Preisgrenze; wird diese erreicht (oder überschritten), verfällt das Zertifikat sofort wertlos (Totalverlust).
Kosten & Emittent: Sie werden an der Börse gehandelt, Kosten und Emittentenbonität (Risiko der Bank) sind zu beachten.
Vorteile (Chancen):
Hohe Gewinne: Durch den Hebel können überproportionale Renditen erzielt werden.
Risikobegrenzung (semi): Der Knock-Out-Level begrenzt den maximalen Verlust auf den Kaufpreis.
Kostengünstiger Einstieg: Man kann mit geringerem Kapitaleinsatz große Positionen handeln.
Nachteile (Risiken):
Totalverlustrisiko: Das größte Risiko ist der vollständige Verlust des eingesetzten Kapitals.
Emittentenrisiko: Risiko, dass die Bank zahlungsunfähig wird.
Komplexität: Erfordert detaillierte Markt- und Volatilitätskenntnisse.
Für wen sind sie geeignet?
Knock-Out-Zertifikate eignen sich nur für risikobereite Anleger mit guten Marktkenntnissen, die sich einen Totalverlust leisten können und kurz- bis mittelfristig spekulieren möchten.

Kryptowährungen (die wichtigsten) sind:

  • Bitcoin (BTC): Die erste und bekannteste Kryptowährung, geschaffen als digitales Geld und „digitales Gold“. Dezentral, begrenzt auf 21 Millionen Coins.
  • Ethereum (ETH): Eine Blockchain mit Smart Contracts, die dezentrale Apps (dApps) ermöglicht. Fokus auf DeFi, NFTs und Web3.
  • Solana (SOL): Hochskalierbare Blockchain mit schnellen und günstigen Transaktionen. Nutzt Proof-of-History (PoH) neben Proof-of-Stake (PoS).
  • XRP (XRP): Entwickelt für schnelle und günstige internationale Zahlungen. Wird von Ripple Labs genutzt, aber oft wegen Zentralisierung kritisiert.

Kurzfassung:
BTC = Digitales Gold, ETH = Smart-Contract-Plattform, SOL = Schnelle Transaktionen, XRP = Zahlungsnetzwerk für Banken.

L

„Long Cap Aktien“ kombiniert zwei Börsenbegriffe:
Large Caps (große Unternehmen mit hoher Marktkapapitalisierung, oft über 10 Mrd. USD, z.B. Apple, Microsoft), die als stabil gelten, und eine Long-Position (Kauf von Wertpapieren, um sie langfristig zu halten und auf Kurssteigerung zu setzen). Man kauft also etablierte, große Firmen mit der Erwartung, dass deren Wert langfristig steigt, was eine Kombination aus Sicherheit (Large Cap) und langfristiger Spekulation (Long) darstellt, oft in stabilen Sektoren wie Tech, Gesundheit oder Konsumgüter.

Lender of Last Resort (Kreditgeber letzter Instanz). Nach traditioneller Lehre eine Institution, typischerweise eine Zentralbank, die Finanzinstituten in Krisenzeiten dringend benötigte Liquidität bereitstellt, wenn diese keine Kredite mehr von anderen Quellen erhalten können, um eine Insolvenz und einen Systemzusammenbruch zu verhindern, wobei der Internationale Währungsfonds (IWF) diese Rolle für Länder übernimmt. Diese Funktion ist entscheidend, um das Vertrauen in das Finanzsystem zu wahren, birgt aber auch das Risiko eines moralischen Hazards, da Banken riskanter handeln könnten in der Erwartung einer Rettung. 

Funktion und Rolle:
Sicherheitsnetz: Zentralbanken bieten Banken in Liquiditätsnot, aber grundsätzlich solventen Instituten, Notfallkredite (ELA – Emergency Liquidity Assistance) an.
Verhinderung von Panik: Indem sie Liquidität bereitstellen, verhindern sie Bank Runs und die Ansteckung anderer Institute, die durch Gerüchte oder tatsächliche Probleme ausgelöst werden können.
Systemstabilität: Die Hauptaufgabe ist die Sicherung der Stabilität des gesamten Finanzsystems, wie die Europäische Zentralbank (EZB) erklärt. 

Akteure:
National: Die Zentralbank (z.B. Bundesbank, Federal Reserve).
International: Der Internationale Währungsfonds (IWF) für Länder in Finanznot. 

Herausforderungen:
Moral Hazard: Banken könnten übermäßige Risiken eingehen, weil sie auf eine Rettung hoffen, was die Aufsicht erschwert.

Bedingungen: Die Hilfe wird oft an strenge Auflagen geknüpft, mit höheren Zinsen und Abschlägen (Haircuts) auf Sicherheiten, da das Risiko für die Zentralbank steigt. 

Beispielhafte Krisenreaktion:
Während der Finanzkrise 2008/2009, weitete die Fed ihre Rolle aus, um auch illiquide Märkte zu stützen und teilweise sogar illiquide Banken zu unterstützen, um einen Kollaps zu verhindern

Lot
0,5 Lot beim UK 100 (FTSE 100) entspricht dem Wert von 50 Aktien, da ein Standard-Lot 100 Aktien repräsentiert, aber der genaue Euro-Betrag hängt vom aktuellen Kurs des UK 100 Index ab; beispielsweise wären bei 7.500 Punkten 0,5 Lot 375.000 Euro, wobei der tatsächliche Betrag sich mit jeder Kursbewegung ändert, da es sich um einen CFD handelt und der Pip-Wert pro Lot oft 10 € beträgt, was bei 0,5 Lot 5 € pro Pip ausmacht.
So berechnet ihr den Wert:
Was ist ein Lot? Bei Aktienindizes wie dem UK 100 (FTSE 100) entspricht 1 Lot 100 Einheiten des Index, also 100 Aktien.
Ihr Anteil: 0,5 Lot sind demnach 0,5 * 100 = 50 Einheiten (Aktien) des Index.
Aktueller Kurs: Multipliziert die 50 Einheiten mit dem aktuellen Kurs des UK 100.
Beispiel: Wenn der UK 100 bei 7.500 Punkten steht, wären 0,5 Lot 50 * 7.500 = 375.000 € (theoretischer Wert).
Pip-Wert: Der Wert, den Sie pro Kursbewegung (Pip) gewinnen oder verlieren, hängt vom Broker ab, oft sind es 10 € pro Pip für ein volles Lot. Bei 0,5 Lot wären das 5 € pro Pip (10 € / 2).

Fazit: Der genaue Euro-Betrag ist dynamisch und richtet sich nach dem aktuellen Kurs des FTSE 100 und dem Handelsvolumen eures Brokers (hier Pepperstone).

M

Margin: Sicherheitsleistung, die man beim Broker hinterlegen muss. Vorsicht! Es droht Totalverlust besonders bei Overnight-Geschäften.

N

Notenbanken (auch Zentralbanken genannt) sind zentrale Institutionen, die das alleinige Recht zur Geldschöpfung (Banknoten) haben und für die Geld- und Währungspolitik eines Landes oder Währungsraums zuständig sind, um Preisstabilität und ein stabiles Finanzsystem zu gewährleisten. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Steuerung der Geldmenge, die Festlegung von Leitzinsen und die Regulierung des Bankensystems. Beispiele sind die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euroraum und die Federal Reserve (Fed) für die USA.
Hauptaufgaben und Merkmale
Geldpolitik: Steuerung von Zinssätzen und Geldmenge, um Inflation zu kontrollieren und Wirtschaftswachstum zu fördern.
Notenausgabemonopol: Alleiniges Recht zur Ausgabe von Banknoten (Geldscheinen).
Finanzstabilität: Überwachung der Banken und Sicherung des Finanzsystems.
Unabhängigkeit: Politisch unabhängig, um Entscheidungen im langfristigen öffentlichen Interesse treffen zu können.
Währungsreserven: Verwaltung von Gold- und Fremdwährungsreserven.
Beispiele
Europäische Zentralbank (EZB): Für die Eurozone zuständig.
Federal Reserve (Fed): Die Zentralbank der USA.
Deutsche Bundesbank: Teil des EZB-Systems, aber mit eigenen Aufgaben in Deutschland.
Historische Entwicklung
Früher existierten auch private Notenbanken, aber um die Geldversorgung zu stabilisieren, wurde das Notenprivileg fast weltweit auf staatliche Institutionen (Zentralbanken) übertragen.

O

Outperforming. Unternehmen können auch „outperformen“, wenn sie bessere Finanzergebnisse liefern als erwartet (z. B. höhere Gewinne als Prognosen).

Unterschied zu ähnlichen Begriffen:

"Overweight": Wird oft in Portfolio-Kontexten verwendet und bedeutet, dass eine Aktie oder Branche stärker gewichtet werden sollte als der Markt.
"Buy": Eine direktere Kaufempfehlung (stärker als "Outperform").

Opportunitätskosten (auch Alternativkosten genannt) sind der entgangene Nutzen oder Gewinn einer nicht gewählten Alternative bei einer Entscheidung, da Ressourcen wie Zeit oder Geld begrenzt sind. Sie sind keine direkten, auszahlbaren Kosten, sondern ein virtueller Wert, der beschreibt, worauf man verzichtet, wenn man sich für eine Option entscheidet – beispielsweise Zinserträge, die man durch eine andere Investition erzielen könnte, oder den Deckungsbeitrag eines nicht produzierten Produkts.
Kernkonzept

Definition:
Der Wert der nächstbesten Alternative, die aufgegeben werden musste, um eine Entscheidung zu treffen. 

Beispiele im Alltag:

Zeit: Wenn Sie sich entscheiden, zu schlafen, anstatt eine Geburtstagsfeier zu besuchen, sind die entgangenen sozialen Kontakte die Opportunitätskosten. 

Geld: 100 € in ein Unternehmen zu investieren, statt sie in Aktien anzulegen, bedeutet, die potenziellen Dividenden zu verlieren.

Beispiele in der Wirtschaft:

Kapitalbindung: Das Kapital, das in Lagerbeständen gebunden ist, könnte alternativ verzinst werden; diese entgangenen Zinsen sind Opportunitätskosten (Kapitalbindungskosten). 

Produktion: Die Entscheidung, Produkt A herzustellen, verdrängt die Produktion von Produkt B, dessen Deckungsbeitrag die Opportunitätskosten darstellt.

Das Overnight-Risiko an der Börse bezieht sich auf die Gefahr, dass sich der Kurs eines Wertpapiers über Nacht, also während die Börsen geschlossen sind, durch unerwartete Nachrichten (Politik, Wirtschaft, Katastrophen) oder Entwicklungen an anderen Märkten stark ändert, was zu großen
Kurslücken (Gaps) beim Wiedereröffnen führt und Stop-Loss-Orders unwirksam machen kann, wodurch das Verlustrisiko steigt. Zusätzliche Risiken sind geringere Liquidität und höhere Volatilität im außerbörslichen Handel sowie Kosten (Swap-Gebühren) für das Halten von Positionen.
Hauptrisiken im Detail:
Kurslücken (Gaps): Nachrichtenereignisse außerhalb der Handelszeiten können den Eröffnungskurs am nächsten Tag erheblich vom Schlusskurs des Vortages abweichen lassen (z. B. durch Gewinnwarnungen oder politische Entscheidungen).
Ineffektive Stop-Loss-Orders: Bei einem Gap wird ein Stop-Loss nicht zum gesetzten Preis, sondern zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt, was zu deutlich höheren Verlusten führen kann.
Geringe Liquidität und hohe Volatilität: Im Nachthandel sind oft weniger Marktteilnehmer aktiv, was zu breiteren Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis) und größeren Kursschwankungen führt.
Keine Echtzeit-Reaktion: Trader können bei negativen Entwicklungen über Nacht nicht eingreifen, bis der Markt wieder öffnet.
Kosten: Das Halten von Positionen über Nacht verursacht oft sogenannte Swap- oder Roll-Over-Gebühren.
Was ihr tun könnt:
Limit-Orders nutzen: Nur Limit-Orders sind im Overnight-Handel oft zugelassen und schützen vor Ausführung zu unrealistischen Preisen.
Diversifizieren: Verteilt euer Kapital auf verschiedene Assets, um das Risiko zu streuen.
Kosten berücksichtigen: Berechnet Swap-Gebühren in eure Handelsstrategie ein.
Risikomanagement: Seid euch bewusst, dass Stop-Loss-Orders bei Gaps nicht immer greifen.Fazit:
Das Halten von Positionen über Nacht erhöht die Risiken durch unkontrollierbare Kursschwankungen und mangelnde Interventionsmöglichkeiten, weshalb es insbesondere für Daytrader ein bedeutender Faktor ist.

P

Performance-Vergleich (z. B. Fonds oder Aktien) Ein Fonds, eine Aktie oder ein Portfolio „outperforms“, wenn es bessere Renditen erzielt als ein Referenzindex oder Benchmark.
Beispiel: „Der Tech-Fonds hat den S&P 500 im letzten Jahr outperformed.“

Pip Kleinste Kurseinheit, z. B. 0,0001 bei EUR/USD

Pivot-Punkte (Dreh- oder Angelpunkte) sind in der technischen Analyse wichtige Kursniveaus, die Händler nutzen, um potenzielle Unterstützungen und Widerstände für einen bestimmten Zeitraum (Tag, Woche) vorherzusagen, basierend auf dem Hoch, Tief und Schlusskurs der vorherigen Periode. Sie helfen, den Markttrend zu bestimmen (bullisch über dem Punkt, bärisch darunter) und dienen als Orientierung für Ein- und Ausstiegspunkte, wobei der zentrale Pivot-Punkt (P) als Basis und weitere Linien (R1, S1, etc.) als Ziele dienen.  
Funktion und Berechnung
Definition: Pivot-Punkte sind dynamische Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, die sich täglich neu berechnen. 
Berechnung (Standard): Der Hauptpunkt (P) ist der Durchschnitt von Hoch (H), Tief (L) und Schlusskurs (C) der vorherigen Periode: (P=(H+L+C)/3). 
Weitere Niveaus: Daraus werden weitere Widerstands- (R1, R2, R3) und Unterstützungsniveaus (S1, S2, S3) abgeleitet, oft mit Formeln wie (R1=2P-L) und (S1=2P-H). 
Anwendung: Trader suchen nach Kursreaktionen an diesen Niveaus; ein Durchbruch über einen Widerstand kann diesen zu einer neuen Unterstützung machen. 
Arten und Anwendung im Trading
Standard-Pivot-Punkte:
Die gängigste Methode, oft als Indikator in Chart-Software integriert. 
Andere Methoden: Es gibt auch Camarilla-, Fibonacci- und Woodie-Pivot-Punkte, die leicht unterschiedliche Berechnungen nutzen. 
Signale: Bullisch: Kurs über P => Long-Positionen suchen.  Bärisch: Kurs unter P => Short-Positionen suchen. 
Bestätigung: Händler warten oft auf Kerzenformationen (z.B. Hammer) an den Pivot-Punkten, um Trades zu bestätigen, anstatt blind zu handeln. 
Vorteile für Trader
Einfachheit: Auch für Anfänger leicht zu verstehen.
Relevanz: Zeigt kurzfristige Umkehrpunkte und Trendrichtung an.
Universalität: Anwendbar auf Aktien, Indizes, Währungen (Forex) und andere Märkte. 

Power-ICs (Power Integrated Circuits) sind spezielle integrierte Schaltkreise, die Leistungselektronik auf einem Chip vereinen, um hohe Ströme und Spannungen zu steuern – oft für Anwendungen, die über die Möglichkeiten normaler Logik-ICs hinausgehen, wie die Ansteuerung von Motoren, Displays oder Ventilen. Deutsch bedeutet „Integrierte Schaltungen mit Leistungshalbleitern“, die in Bereichen wie der Industrieautomation (ICS – Industrial Control Systems), Automotive und im Energiemanagement eingesetzt werden, um Effizienz zu steigern und Stromversorgung zu verwalten

R

Rating – Empfehlung von Analysten
Wenn ein Analyst eine Aktie als „Outperform“ einstuft, bedeutet das, dass er erwartet, dass die Aktie besser abschneiden wird als der Markt oder eine Vergleichsgruppe (z. B. ein bestimmter Index wie der DAX oder S&P 500).
Es ist eine Kaufempfehlung, aber nicht so stark wie z. B. „Strong Buy“.
Vergleichbare Begriffe:
„Market Perform“ = entspricht in etwa der Marktentwicklung
„Underperform“ = schlechter als der Markt (oft eine Verkaufsempfehlung)

Reflation
ist eine gezielte wirtschaftspolitische Maßnahme, um nach einer Rezession oder Deflation die Preise anzuheben, die Wirtschaft anzukurbeln und die Beschäftigung zu fördern, indem Geldmenge und Staatsausgaben erhöht werden, um die Nachfrage zu steigern und das Preisniveau auf einen langfristigen Trendpfad zurückzuführen. Sie beschreibt die erste Phase der wirtschaftlichen Erholung, in der die Inflation wieder ansteigt, aber noch unter Vollbeschäftigung liegt, oft durch expansive Geld- und Fiskalpolitik erreicht

Maßnahmen:

Geldpolitik: Senkung der Zinsen, Erhöhung der Geldmenge durch die Zentralbank.
Fiskalpolitik: Erhöhung der Staatsausgaben und/oder Senkung von Steuern. 

Abgrenzung zu Inflation:

Reflation: Gezielte Erholung zur Rückkehr zu einem vorherigen Preisniveau oder Trend, oft unter Vollbeschäftigung.
Inflation: Steigerung des allgemeinen Preisniveaus über das vorherige Niveau hinaus

Merkmale:

Tritt in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche auf.
Führt zu steigenden Preisen und verstärkter wirtschaftlicher Aktivität.
Gilt als Phase der Erholung nach einer Rezession

Rücksetzer: (auch Pullback genannt) bezeichnet an der Börse einen kurzzeitigen Kursrückgang innerhalb eines bestehenden Aufwärtstrends. Im Gegensatz zu einer schwerwiegenden Korrektur oder einem Crash ist ein Rücksetzer meist moderat und bietet oft neue Kaufgelegenheiten.
Einordnung nach Intensität:
Anleger unterscheiden Rücksetzer oft anhand der prozentualen Einbußen vom letzten Höchststand:
* Rücksetzer: Ein kurzfristiger Rückgang um etwa 5 %. Solche Bewegungen treten historisch gesehen durchschnittlich dreimal pro Jahr auf.
* Korrektur: Ein deutlicherer Rückgang von 10 % bis 20 %. Diese Phasen dauern im Schnitt etwa 115 Tage.
* Bärenmarkt / Crash: Ein Einbruch von über 20 %. Solche Ereignisse treten seltener auf (etwa alle 3,5 Jahre) und können fast ein Jahr andauern.
Meine-börse empfiehlt, Rücksetzer und Korrekturen nach chartanalytischen Kriterien zu bestimmen; siehe Chartanalyse.

Repo-Märkte. Der globale Repo-Markt ist riesig und schwer exakt zu beziffern, da viele Geschäfte bilateral sind, aber Schätzungen gehen von einem Volumen von weit über 15 Billionen Euro aus, mit einem täglichen Handel von rund 3 Billionen Euro, wobei die USA mit einem täglichen Engagement von über 12 Billionen US-Dollar (Q3 2025) dominieren, während auch Europa, Japan und andere Märkte große Volumina aufweisen.
Wichtige Zahlen & Fakten:

Global: Das ausstehende Volumen liegt bei über 15 Billionen Euro, mit ca. 3 Billionen Euro täglichem Umsatz.
USA: Der US-Repo-Markt hatte im Q3 2025 ein durchschnittliches tägliches Engagement von rund 12,6 Billionen US-Dollar.
Zentralbanken: Zentralbanken, wie die EZB, steuern durch Repo-Geschäfte die Liquidität im System, wobei die EZB regelmäßig Milliarden Euro zuweist. 

Warum ist der Markt so groß?
Der Repo-Markt ist entscheidend für die Finanzierung von Banken und anderen Finanzinstituten, da er eine schnelle, besicherte Kreditaufnahme ermöglicht, indem Wertpapiere als Sicherheit dienen.
Märkte & Akteure:

Große Märkte: USA, Europa (Eurozone, UK), Japan.
Wichtige Akteure: Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und Zentralbanken. 

Herausforderungen:

Liquidität: Ein Mangel an hochwertigen Sicherheiten (wie durch Quantitative Easing der Zentralbanken) kann zu Liquiditätsengpässen führen, wie es der US-Markt im Jahr 2025 zu spüren bekam.
Volatilität: Spannungen auf dem Markt können Zinssätze in die Höhe treiben und erfordern manchmal Zentralbank-Interventionen

RSI: Der RSI (Relative Strength Index) ist ein wichtiger Momentum-Indikator der technischen Analyse, der die Geschwindigkeit und Veränderung von Preisbewegungen misst, um überkaufte (oft über 70) oder überverkaufte (oft unter 30) Marktbedingungen zu erkennen und potenzielle Trendwenden zu signalisieren, indem er eine Skala von 0 bis 100 nutzt
. Er hilft Tradern zu beurteilen, ob ein Wert zu schnell gestiegen oder gefallen ist und ob eine Korrektur bevorsteht, und wird oft in Verbindung mit Trendlinien und Divergenzen genutzt.

Der Russell 1000 ist ein Kursindex und repräsentiert 90 Prozent der Marktkapitalisierung der US-amerikanischen Aktienmärkte. Als Basis dienen die 1000 größten Aktiengesellschaften des Russell 3000. Berechnet wird der Index nach der Wertindex-Formel, die als Meßzahl die Gesamtwertveränderung angibt. Der Russell 1000 wird nicht um Dividendenzahlungen bereinigt. Kapitalmaßnahmen wie Aktiensplits haben keinen (verzerrenden) Einfluss auf den Index.
Das Anlageuniversum beinhaltet alle Unternehmen mit Sitz in den USA, die an der New York Stock Exchange (NYSE), der NYSE Amex (früher American Stock Exchange) und der NASDAQ gelistet sind.

S

Die Sharpe Ratio ist eine Kennzahl zur Bewertung der risikoadjustierten Rendite einer Geldanlage: Sie misst die Überrendite (Rendite über dem risikofreien Zins) pro Einheit Risiko (Volatilität/Standardabweichung) und hilft Anlegern, Investments besser zu vergleichen, indem sie bewertet, ob die erzielte Rendite das eingegangene Risiko angemessen entschädigt; eine höhere Sharpe Ratio bedeutet eine bessere risikobereinigte Performance.  
Grundprinzip & Berechnung:
Überrendite berechnen: Man zieht vom Wertpapier- oder Fondsrendite den risikofreien Zinssatz (z.B. von Staatsanleihen) ab. 
Durch Volatilität teilen: Das Ergebnis wird durch die Standardabweichung (Volatilität) der Renditen geteilt, welche die Schwankung misst. 
Interpretation:
Je höher: Je höher die Sharpe Ratio, desto besser wird das Risiko belohnt (bessere risikoadjustierte Rendite). 
1: Der Fonds entschädigt das Risiko hervorragend. 
< 1: Der Anleger wird für das Risiko unterdurchschnittlich entschädigt. 
< 0: Die Rendite liegt unter dem risikofreien Zins, ein schlechteres Geschäft. 
Wozu dient sie?
Die Sharpe Ratio beantwortet die Frage, ob eine höhere Rendite das höhere Risiko wirklich wert ist, und ermöglicht einen objektiven Vergleich zwischen verschiedenen Anlageoptionen, selbst wenn diese unterschiedliche Risikoprofile haben.

Schuldenregime. Ein Schuldenregime, meist in Deutschland als die sogenannte Schuldenbremse (Haushaltsdisziplin) bekannt, ist ein finanzpolitischer Rahmen (verankert im Grundgesetz), der die staatliche Neuverschuldung begrenzt, um eine solide Haushaltspolitik zu gewährleisten, indem er Nettokredite in Normalzeiten strikt verbietet und nur unter bestimmten Bedingungen (Konjunktur, Naturkatastrophen) Kredite erlaubt. Es zielt auf eine Haushaltskonsolidierung ab, mit dem Ziel, strukturell ausgeglichene Haushalte zu erreichen, und definiert klare Regeln für Bund und Länder, inklusive Ausnahmeregeln für Krisensituationen.
Kernmerkmale des Schuldenregimes (Schuldenbremse):

Strikte Begrenzung: Grundsätzlich ein Verbot der Nettoneuverschuldung.
Strukturelle Komponente: Dem Bund wird ein begrenzter Spielraum für strukturelle Neuverschuldung (0,35 % des BIP) zugestanden.
Konjunkturabhängigkeit: Kredite sind nur bei konjunkturellen Schwankungen oder außergewöhnlichen Notsituationen erlaubt (z.B. Naturkatastrophen).
Ziel: Haushaltsdisziplin und langfristige finanzielle Stabilität.
Anwendung: Begann 2011, mit Übergangsfristen für Bund und Länder. 

Zusammenfassend ist ein Schuldenregime eine festgelegte Regelung, die die Aufnahme neuer Staatsschulden stark einschränkt, um eine nachhaltige Finanzpolitik zu sichern, wie sie die deutsche Schuldenbremse darstellt; besser gesagt, darstellte.

Subprime. Mit dem Namen ist die letzte große Weltfinanzkrise bezeichnet, eine globale Banken- und Finanzkrise als Teil der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 2007 bis 2009. Die Krise war unter anderem Folge eines spekulativ aufgeblähten Immobilienmarkts (insbesondere Subprime-Markt) in den USA.
Anstatt sich auf den risikoreichen Kreditstatus eines Kreditnehmers zu beziehen, bezeichnete Subprime ursprünglich einen „unterhalb des Prime“-Zinssatzes liegenden Kreditzins – also einen Zinssatz unterhalb des Prime-Zinssatzes, den Banken und andere Kreditinstitute den attraktivsten Kreditnehmern anbieten.
Zwei große Unternehmen kamen in die Krise und mussten von der US-Regierung (also den Bürgern der USA) gerettet werden: Funny Mae und Freddi Mac. Die bank Lehman Brothers ging Pleite und durch die Medien.

Stagflation: Stagflation ist eine
wirtschaftliche Krise, bei der hohe Inflation (steigende Preise) und wirtschaftliche Stagnation (geringes oder kein Wachstum) gleichzeitig auftreten, oft begleitet von hoher Arbeitslosigkeit. Der Begriff ist eine Kombination aus „Stagnation“ und „Inflation“ und stellt Wirtschaftspolitiker vor große Herausforderungen, da klassische Maßnahmen gegen Inflation (z.B. Zinserhöhungen) die Stagnation verschlimmern können, meist ausgelöst durch sogenannte Angebotsschocks (z.B. Energiepreiskrisen).

Staatsverschuldung / Staatsquote: Die Staatsverschuldung der USA liegt aktuell (Stand 2024/2025) bei über 120 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Prognose für weitere Anstiege in den kommenden Jahren.
Die Staatsquote ist deutlich höher als der internationale Durchschnitt und ein anhaltendes strukturelles Haushaltsdefizit (negative Differenz von Importen und Exporten) treibt die Verschuldung weiter nach oben,was auch die Zinslast weiter erhöht, die heute schon bei etwa 1 Billion USD/Jahr liegt; Tendenz steigend.
Wichtige Fakten zur US-Schuldenquote:

Aktuelle Quote: Rund 122-124 % des BIP (Stand Ende 2024/Anfang 2025).
Entwicklung: Ein deutlicher Anstieg seit der Pandemie (2020), mit weiterhin steigenden Prognosen.

Absolute Zahlen: Die Gesamtschulden belaufen sich auf über 36 Billionen US-Dollar.
Vergleich: Die Quote liegt über dem internationalen Durchschnitt und auch über vielen europäischen Ländern wie Frankreich, aber unter Japan (mit über 230 % BIP, wobei in Japan speziell gilt: der Staat ist überwiegend bei seinen Bürgern, nicht im Ausland verschuldet).

Ursachen: Dauerhaftes, sich ausweitendes strukturelles Haushaltsdefizit. Neue Ausgabenprogramme. Strukturelles Steuerungleichgewicht. Exportschwäche im Industriesektor.

Risiken: Die steigende Schuldenlast führt zu einer höheren jährlichen Zinsbelastung (mittlerweile über eine Billion US Dollar). Zunehmende Besorgnis bei Gläubigern lässt die Nachfrage nach US-Staatsanleihen sinken, so dass der Staat höhere Zinsen zur Refinanzierung der Schulden an Gläubiger ausschreiben muss. 

Fazit: Die Staatsverschuldung der USA ist bereits in einen wachsenden strukturellen Schuldenkreislauf eingetreten. Fiskalische Defizite belasten langfristig sowohl die Finanzmärkte als auch die Währungen, die Zinsstruktur wird erheblich negativ beeinflusst.

Stop-Loss (Verlust-Stopp) ist ein automatischer Verkaufsauftrag, den Anleger platzieren, um ihre Verluste bei Wertpapiergeschäften zu begrenzen, indem eine Aktie oder ein anderes Wertpapier verkauft wird, sobald der Kurs einen vordefinierten, tieferen Preis erreicht. Es ist ein wichtiges Risikomanagement-Instrument, das Gewinne sichert und starke Verluste verhindert, indem es die Position bei Erreichen eines bestimmten Kursniveaus automatisch schließt. Der tatsächliche Verkaufspreis kann dabei leicht vom Stop-Preis abweichen (Slippage)

Spread: Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs

„SEC“ ist eine Abkürzung für die US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission), zuständig für die Regulierung der US-Kapitalmärkte und den Anlegerschutz.


T

Was ist Tax Loss Selling? Viele sprechen heute lieber über Tax Loss Harvesting: Steuerliche Verlustnutzung.
Dahinter verbirgt sich der gezielte Verkauf von Vermögenswerten, die Verluste schreiben. Durch die Veräußerung werden die Verluste tatsächlich realisiert und damit steuerlich relevant, wodurch sie von entsprechenden Gewinnen aus dem aktuellen Jahr abgezogen werden können.

Tradingsysteme auch Handelssysteme genannt

Trendfolgesysteme: Diese Systeme basieren darauf, bestehende Trends zu identifizieren und darauf zu setzen. Beispiele sind das Moving Average Crossover System (bei dem zwei gleitende Durchschnitte verwendet werden) oder das Donchian Channel System (das auf Höchst- und Tiefstständen basiert).

Mean-Reversion-Systeme: Diese Systeme gehen davon aus, dass sich Preise nach extremen Bewegungen wieder auf ihren Durchschnitt zurückbewegen. Ein bekanntes Beispiel ist das Bollinger Bands System, das auf der Annahme basiert, dass der Preis innerhalb der Bollinger-Bänder bleibt.

Breakout-Systeme: Diese Systeme identifizieren Preisniveaus, bei denen der Markt aus einem Bereich ausbricht, und setzen auf die Fortsetzung dieser Bewegung. Ein Beispiel ist das Turtle Trading System, das auf Breakouts aus bestimmten Preisbereichen setzt.

Algorithmische Handelssysteme: Diese Systeme nutzen komplexe Algorithmen und mathematische Modelle, um Handelsentscheidungen zu treffen. Beispiele sind High-Frequency Trading (HFT) und Statistische Arbitrage.

Sentiment-basierte Systeme: Diese Systeme analysieren Marktstimmungen und -meinungen, oft durch die Auswertung von Nachrichten, sozialen Medien oder anderen Datenquellen. Ein Beispiel ist die Nutzung von Natural Language Processing (NLP), um Marktstimmungen zu bewerten.

Fundamentalanalyse-basierte Systeme: Diese Systeme nutzen fundamentale Daten wie Unternehmensgewinne, Wirtschaftsindikatoren oder Zinsentscheidungen, um Handelsentscheidungen zu treffen. Ein Beispiel ist das Value Investing, das auf der Bewertung von Unternehmen basiert.

Technische Analyse-basierte Systeme: Diese Systeme verwenden technische Indikatoren und Chartmuster, um Handelsentscheidungen zu treffen. Beispiele sind das Relative Strength Index (RSI) oder das MACD (Moving Average Convergence Divergence).

V

Volatilität bei Aktien beschreibt die Stärke der Kursschwankungen um einen Mittelwert und ist ein Maß für das Risiko einer Anlage: Hohe Volatilität bedeutet starke, schnelle Preisbewegungen mit hohem Gewinn- und Verlustpotenzial, während niedrige Volatilität für moderate, stabilere Kurse steht. Sie wird mathematisch oft als Standardabweichung gemessen und hilft Anlegern, Risiken einzuschätzen und Anlagestrategien zu entwickeln, wobei Indikatoren wie der VIX (global) und VDAX (deutsch) die erwartete Volatilität anzeigen. 
Was Volatilität bedeutet.
* Schwankungsbreite: Misst, wie stark der Aktienkurs in einem bestimmten Zeitraum (z.B. täglich, wöchentlich) vom Durchschnitt abweicht.
* Risikoindikator: Eine hohe Volatilität deutet auf ein höheres Risiko hin, da starke Kursbewegungen nach oben und unten möglich sind.
Chancen: Hohe Volatilität bietet auch Chancen auf hohe Gewinne, birgt aber auch das Risiko größerer Verluste. 
Arten der Volatilität:
* Historische Volatilität: Beschreibt die tatsächlichen Schwankungen in der Vergangenheit.
* Implizite Volatilität: Gibt die erwartete zukünftige Schwankungsstärke an, die vom Markt erwartet wird. 
Messung und Indikatoren:
Volatilität bei Aktien beschreibt die
* Standardabweichung: Die mathematische Grundlage zur Berechnung der Schwankungsbreite.
* VIX-Index (Volatility Index): Misst die erwartete Volatilität des S&P 500 und wird oft als „Angstindex“ bezeichnet.
* VDAX: Misst die Volatilität des deutschen Leitindex DAX.
* ATR (Average True Range): Ein Indikator, der die durchschnittliche wahre Spanne eines Assets misst. 
Wichtiger Unterschied: Volatilität vs. Risiko:
Volatilität ist nicht dasselbe wie Risiko; sie ist nur ein Maß für die Schwankungsintensität.
Ob eine hohe Volatilität ein Problem darstellt, hängt von der Anlagestrategie und der Risikobereitschaft des Anlegers ab. 
Volatile Aktien:
Aktien mit hoher Volatilität sind oft in Sektoren wie Krypto, Technologie oder Biotechnologie zu finden, aber auch kleinere Unternehmen sind oft volatil.
Spezielles Merkmal: Sie können schnell auf Nachrichten, Trends oder Unsicherheiten reagieren.

W

Eine Watchlist (Beobachtungsliste) ist eine personalisierte Liste, um Kursverläufe von Wertpapiere (Aktien, ETFs etc.) zu verfolgen.
Zweck: Verfolgung von Kursentwicklungen, Nachrichten und anderen relevanten Ereignissen bei Wertpapieren, die man kaufen oder verkaufen möchte.
Funktion: Kann als Musterdepot dienen, um das Verhalten einer Aktie zu studieren, bevor man investiert, oder um bestehende Investments im Auge zu behalten.
Anbieter: Verfügbar bei Online-Brokern (z.B. LYNX, Consorsbank) und Finanzportalen (z.B. onvista, stock3 u.a.).

Der Williams %R (Williams Prozent Range) ist ein Momentum-Oszillator in der technischen Analyse, der überkaufte und überverkaufte Marktbedingungen anzeigt, indem er den Schlusskurs mit der Handelsspanne eines Zeitraums vergleicht
. Er schwankt zwischen 0 und -100, wobei Werte nahe 0 auf überkauft (z.B. 0 bis -20) und Werte nahe -100 auf überverkauft (z.B. -80 bis -100) hinweisen. Der Indikator hilft Tradern, mögliche Wendepunkte zu finden, ähnlich der Stochastik, wird aber oft mit anderen Indikatoren kombiniert, um Fehlsignale zu reduzieren.
Funktionsweise und Interpretation:
Berechnung: Der %R vergleicht den aktuellen Schlusskurs mit dem höchsten Hoch und dem tiefsten Tief eines definierten Zeitraums (Standard: 14 Perioden) und stellt das Verhältnis dar, multipliziert mit -100.
Überkauft: Werte nahe 0 (z.B. zwischen 0 und -20) deuten auf einen überkauften Zustand hin.
Überverkauft: Werte nahe -100 (z.B. zwischen -80 und -100) deuten auf einen überverkauften Zustand hin.
Signale: Trader suchen nach Ausbrüchen aus diesen Zonen oder nach Divergenzen, um Trendumkehrungen zu erkennen, so TradingView.
Anwendung:
Momentum-Analyse: Er misst die Stärke des Momentums eines Vermögenswerts.
Ein- und Ausstiegspunkte: Er wird genutzt, um optimale Zeitpunkte für Long- (nach überverkauft) oder Short-Positionen (nach überkauft) zu finden.
Trendbestätigung: In einem Aufwärtstrend kann ein Ausbruch aus dem überverkauften Bereich einen Einstiegspunkt signalisieren, in einem Abwärtstrend ein Ausbruch aus dem überkauften Bereich.
Kombination: Oft wird er mit gleitenden Durchschnitten (Moving Averages) oder dem MACD kombiniert, um die Zuverlässigkeit der Signale zu erhöhen.

Window Dressing an der Börse beschreibt das gezielte „Schönputzen“ von Portfolios oder Bilanzen durch Fondsmanager und Institutionen kurz vor Berichtsfristen (Quartals-/Jahresende), um eine bessere Performance vorzutäuschen: Sie verkaufen Verlierer-Aktien und kaufen gut gelaufene Aktien, um die Wertentwicklung besser aussehen zu lassen, was zu Kursschwankungen führen kann, da dies eine Form der Bilanzkosmetik ist.  

Z


Zinsen.
* Notenbank-Zinsen, auch Referenzzinsen.
Referenzzinssätze sind eine wichtige Grundlage für alle Arten von Finanzprodukten mit einer variablen Verzinsung, z. B. für Baufinanzierungen, Dispositionskredite, Einlagen und komplexere Finanzgeschäfte wie Wertpapiere. Eine variable Verzinsung bedeutet, dass der Zinssatz während der Laufzeit steigen oder fallen kann.
Der wichtigste EZB-Referenzzinssatz, der Hauptrefinanzierungssatz, liegt aktuell bei 2,15 % (Stand Dezember 2025), nachdem er seit Juni 2025 unverändert ist. Daneben gibt es den Einlagenzins von 2,00 % und den Spitzenrefinanzierungssatz von 2,40 %, die ebenfalls die wichtigsten Leitzinsen der EZB für den Euroraum darstellen.

* Der neutrale Zinssatz (auch natürlicher Zins genannt) ist das Zinsniveau, bei dem die Geldpolitik die Wirtschaft weder ankurbelt noch bremst, da das Angebot an Ersparnissen genau die Nachfrage nach Investitionen deckt und die Inflation konstant bleibt. Er dient Notenbanken wie der EZB als Orientierung, um zu bestimmen, ob der aktuelle Leitzins expansiv (stimulierend) oder restriktiv (bremsend) wirkt, auch wenn sein exakter Wert schwer zu bestimmen ist und Gegenstand von Schätzungen und Debatten ist.
Kernmerkmale und Bedeutung:

Gleichgewicht: Er repräsentiert das Gleichgewicht zwischen Sparen und Investieren, wenn die Wirtschaft voll ausgelastet ist.
Wirkung der Geldpolitik: Liegt der Leitzins darunter, wirkt die Geldpolitik expansiv (stimulierend); liegt er darüber, wirkt sie restriktiv (bremsend).

Schwierige Bestimmung: Der neutrale Zins ist ein theoretisches Konzept, das nicht direkt beobachtbar ist, sondern nur geschätzt wird, was zu unterschiedlichen Einschätzungen führt.
Einflussfaktoren: Er wird durch langfristige Faktoren wie Demografie, Technologie und Produktivität beeinflusst, erklärt LGT Private Banking und Bloomberg.com. 

Aktuelle Relevanz: – EZB-Debatte: Der neutrale Zins steht im Fokus der Diskussionen über den zukünftigen Leitzinspfad, da Notenbanken versuchen, das richtige Niveau zu treffen, um Inflation zu bekämpfen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen.
Bandbreiten: Aktuelle Schätzungen für den neutralen Zins in der Eurozone liegen oft in einer Bandbreite von etwa 1,5 % bis 3 %, wobei die EZB selbst Werte um die 2 % annimmt.

Zölle (USA): Zölle, so Trump, sei eines seiner Lieblingsworte und so hat er keine Gelegenheit ausgelassen, über Zölle zu schwadronieren. Natülich waren seine Zölle mim Jahresrückblich ein voller Erfolg; nur die Höe des Erfolges schwankt ein wenig. Nach Angaben des Weißen Hauses beliefen sich die US Zolleinnahmen in 2025 auf 200 Mrd. USD. Das US-Finanzministerium errechnete 235 Mrd. USD, immerhin eine Differenz von mehr als 15%. Aber davon spricht die Finanzbehörde nicht, die ihre Zahlen in einem mit Lo-Fi-Musik unterlegten Weihnachts-Livestream des auf Youtube präsentierte (Low Fidelity, auch Lo-Fi oder Lofi, bezeichnet Musik, die mit simplem technischen Equipment aufgenommen wurde oder so klingt, als wäre die Aufnahme mit solchem gemacht worden. Das Antonym dazu ist High Fidelity bzw. Hi-Fi.).
Im Juli hatte US-Finanzminister Scott Bessent sogar von 300 Milliarden Dollar bis zum Jahresende gesprochen; was soll’s, das Spiel mit Big Data ist einfach „wunderbar“wonderful“- noch so eins seiner Lieblingsworte.
Die ganze Chausse kann aber auch zur Rohrkrepierer werden, wenn die Prüfung des Obersten Gerichtshofs der USA zu dem Urteil kommt, dass die Zölle unrechtmäig unter Berufung auf eine nationalen Notstand erlassen wurden. Dann wäre die US-Regierung gewungen, die eingenommenen Gelder – auch die von der EU – zurückzuzahlen; aber dann, woher, wenn nicht stehlen?

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Veröffentlicht am 1. Dezember 2025 von Franz13. Dezember 2025
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